Ehrenamtliche Tätigkeit - Aufwandsentschädigung

supra
Wie schon in einem sehr interessanten Thema ansatzweise besprochen:
Sollte es Geld für ehrenamtliche Tätigkeiten geben?
Mit Geld könnte gemeint sein (Möglichkeiten):
- Kosten ggü. der FF/HiOrg decken
- evtl. steuerlicher Vorteil ggü. nicht ehrenamtlich Tätiger (wie auch immer...)
- Zusatz zu der Rente (Rentenkasse)
- Pauschalbetrag...
- WAS EUCH NOCH EINFÄLLT?!!

Eure Meinung bitte!

El Andre
heiko6844
Also,
ich bekomme eine Aufwandsentschädigung da ich bei uns Gerätewart und Brandschutzerzieher bin.

Das sind knapp 100€ im Monat. Ich würde diese Aufgaben auch ohne diese Entschädigung machen da ich Spaß daran habe. Aber ob nun jeder Feuerwehrmann-/frau eine Aufwandsentschädigung bekommen sollte, lasse ich mal dahin gestellt.

Gruß Heiko6844
storm
Eine grundsätzliche Vergütung mit einem Stundenlohn halte ich für nicht Sinnvoll. Allerdings sollte die ehrenamtliche Arbeit (in der Gefahrenabwehr!) besser gewürdigt werden. Beispielsweise mit einem kleinem Steuervorteil, oder einer Parkgebührenbefreiung oder sowas.

Wenn allerdings eine Tätigkeit ausgeführt wird, die nicht orginäre Aufgabe der Feuerwehr ist, oder die aus anderen Gründen kostenpflichtig ist, so halte ich es für unverständlich, dass die Stadt/Gemeinde für unsere ehrenamtlich erbrachte Tätigkeit Geld kassiert (z.B. 45€/Std.) Da muss m.M. ein Beteiligungsmodell her (gibts ja auch teilweise schon). Dienstleistungen in Rechnung stellen, ohner Personalkosten zu haben ist natürlich auch ein gutes Geschäft...
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Zählt die Sterbegeldkasse als Aufwandsentschädigung? großes Grinsen

Die Anrechnung auf die Rente ist als Grundgedanke so schlecht nicht. Bliebe die Frage der Finanzierung. Aufschlag auf den Rentenversicherungsbeitrag für alle Arbeitnehmer, die nicht bei der FF sind?

Die Deckung der tatsächlich entstandenen Kosten des einzelnen Feuerwehrmannes würde einen riesigen Rattenschwanz an Verwaltungsaufwand nach sich ziehen, zumal, welche Kosten? Mal abgesehen von den ohnehin bestehenden Verdienstausfallregelungen wären doch höchstens die Kraftstoffkosten des eigenen Pkw konkret nachweisbar. Oder wie soll der Freizeitausfall in Euro umgerechnet werden?

Um steuerliche Vorteile zu geniessen, muss man auch erstmal konkret was an Geld für die Tätigkeit bei der Feuerwehr bekommen, aber das hatten wir schon beim anderen Thema.

Pauschalbetrag hieße Entgelt und torpediert somit den Grundgedanken Ehrenamt.
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Zitat:
Original von storm
Wenn allerdings eine Tätigkeit ausgeführt wird, die nicht orginäre Aufgabe der Feuerwehr ist, oder die aus anderen Gründen kostenpflichtig ist, so halte ich es für unverständlich, dass die Stadt/Gemeinde für unsere ehrenamtlich erbrachte Tätigkeit Geld kassiert (z.B. 45€/Std.) Da muss m.M. ein Beteiligungsmodell her (gibts ja auch teilweise schon). Dienstleistungen in Rechnung stellen, ohne Personalkosten zu haben ist natürlich auch ein gutes Geschäft...


Heikle Angelegenheit. Die Gemeinde muss den Brandschutz sicher und somit die Geräte, Ausrüstung, Fahrzeuge usw. zur Verfügung stellen. So oder so. Wenn deren Inanspruchnahme dann für ich nenn sie mal Fremdzwecke in Rechnung gestellt wird, geht das schon in Ordnung. Die Einsatzkosten der Feuerwehrleute kann man hingegen nur in Rechnung stellen, wenn eine Brandschutz-Gebührensatzung vorhanden ist, die entsprechendes vorsieht. Ohne gehts mangels Rechtgrundlage gleich mal gar nicht. Eine Gebührensatzung hat nicht jede Gemeinde, auch, weil sich die FF aus den von dir genannten Gründen dagegen sperrt und das Thema deshalb durch Verwaltung und Gemeindevertretung ungern angefasst wird. Klar, bei vorhandenen Gebührensatzungen ist das irgendwo ein Geldkassieren auf Kosten des Ehrenamtes und ohne direkte Gegenausgabe. Das Geld wandert in den Haushalt und kommt dort andererseits aber wieder indirekt der Feuerwehr zu Gute. Nur beißt sich da der Hund in den Schwanz, denn siehe oben, die Gemeinde muss den Brandschutz sicher und die Geräte... So oder so.
krampi
Ich denke, entweder macht man etwas ehrenamtlich oder man bekommt Geld dafür, das nun nur jemand etwas bekommt weil er mehr macht finde ich auch nicht in Ordnung. Und wo soll man mit der Aufwandsentschädigung den Anfangen wieviele Leute angagieren sich den ehrenamtlich in Deutschland....? Millionen !

Feuerwehr, HiOrgs, Sportverein, Sozialevereine, Interessensgemeinschaften, wo soll man den da Anfagen und wo aufhören....?

Halte davon nicht viel, schließlich sind die Kassen sowohl bei den Vereinen, als auch bei den Kommunen und Behörden mehr als knapp.
storm
Richtig.

In unserer Gebührensatzung gibt es z.B. eine Betrag ich sag mal einfach 250€/Std. für das Fahrzeug (mit Gerät) und 45€/Std. pro FM.
Da ist doch Grundsätzlich erstmal ein Betrag von 250€ fürs Gerät der wegen der Inanspruchname für Fremdzwecke abgerechnet wird. Die 45€ könte man aufteilen zu je 1drittel an Stadt, KK und den FM. Nur so ein Gedankengang.
Jedenfalls fühle ich immer ein wenig unverständnis, wenn die Stadt Geld für ehrenamtlich Erbrachte Leistungen kassiert.
Shorty
Zitat:
Original von krampi
Ich denke, entweder macht man etwas ehrenamtlich oder man bekommt Geld dafür, das nun nur jemand etwas bekommt weil er mehr macht finde ich auch nicht in Ordnung.


Du sprichst mir aus der Seele! Immerhin geht es irgendwo um den Grundgedanken eines "Ehrenamtes". "Ehre" (auch wenn die Anerkennung manchmal zu wünschen übrig lässt) ist unsere "Bezahlung".

Aber es geht hier ja nicht um "Gehälter" oder so. Dann müssten wir zur BF. Der Gedanke hier ist ja nun die Frage, in wie weit man den ehrenamtlichen Helfern entgegenkommen könnte.

ich finde, wenn man Benzinkosten und andere Aufwendungen ersetzt bekommt, ist das völlig richtig. Schließlich soll unsere Tätigkeit ja nicht zum finanziellen Nachteil werden. Dann macht das bald keiner mehr.

Was andere Aufwendungen angeht, finde ich z.B. die Versicherung bei der FUK
großartig. Du wirst fast noch besser behandelt als ein Privatpatient (ich musste das leider selbst schon in Anspruch nehmen) und im Ernstfall wird für dich und/oder deine Familie gesorgt.

Das ist doch zumindest schon mal etwas...
Laola
krampi
Zitat:
Original von Shorty
Zitat:
Original von krampi
Ich denke, entweder macht man etwas ehrenamtlich oder man bekommt Geld dafür, das nun nur jemand etwas bekommt weil er mehr macht finde ich auch nicht in Ordnung.


Du sprichst mir aus der Seele! Immerhin geht es irgendwo um den Grundgedanken eines "Ehrenamtes". "Ehre" (auch wenn die Anerkennung manchmal zu wünschen übrig lässt) ist unsere "Bezahlung".

Aber es geht hier ja nicht um "Gehälter" oder so. Dann müssten wir zur BF. Der Gedanke hier ist ja nun die Frage, in wie weit man den ehrenamtlichen Helfern entgegenkommen könnte.

ich finde, wenn man Benzinkosten und andere Aufwendungen ersetzt bekommt, ist das völlig richtig. Schließlich soll unsere Tätigkeit ja nicht zum finanziellen Nachteil werden. Dann macht das bald keiner mehr.

Was andere Aufwendungen angeht, finde ich z.B. die Versicherung bei der FUK
großartig. Du wirst fast noch besser behandelt als ein Privatpatient (ich musste das leider selbst schon in Anspruch nehmen) und im Ernstfall wird für dich und/oder deine Familie gesorgt.

Das ist doch zumindest schon mal etwas...
Laola


Aber wie ist das mit den ehrenamtlichen Helfern die nicht die Möglichkeit haben, eine spezielle Versicherung in Anspruch zu nehmen, oder wo die Fahrgelder vom Verein gezahlt werden müssen, und es dann an dererer Stelle wie Einsatzkleidung, Fahrzeugen oder anderem Material fehlt...?
Shorty
Zitat:
Original von krampi
Aber wie ist das mit den ehrenamtlichen Helfern die nicht die Möglichkeit haben, eine spezielle Versicherung in Anspruch zu nehmen, oder wo die Fahrgelder vom Verein gezahlt werden müssen, und es dann an dererer Stelle wie Einsatzkleidung, Fahrzeugen oder anderem Material fehlt...?


Vielleicht leide ich da jetzt ein wenig unter Unkenntnis... Aber wer soll denn das sein?? Soweit ich weiß bekommen FF, Sanis und THW alle eine entsprechende Versicherung. Erklär mir bitte, wer da noch übrig bleibt.

Meinst du, wenn Mutti für den Kindergarten nen Kuchen backt und sich am Backblech verbrennt, muss ein entsprechender Versicherungsschutz gelten? Oder wenn sich einer beim Bogenschießen ins Bein schießt?
Für sowas sind dann ja die "normalen" Krankenversicherungen da.

Wie gesagt, ich will dich nicht angreifen, bitte erklärs mir! Frieden
krampi
Also es ist nicht meine Absicht dich anzugreifen.

Ja das FFler, Sanis etc. versichert sind ist schon richtig aber ich denke in vielen Vereinen die mal nichts mit Blaulicht zutun haben ist es nicht so, vielleicht muss man das aber auch trennen.

Aber das Beispiel mit dem Kuchen fande ich sehr gelungen.... fröhlich
Shorty
Ich habe mich von dir auch keineswegs angegriffen gefühlt
Winken

Ist doch klar, dass man als Frau gleich an Herd und Heim denkt...... Augenzwinkern

Nein, mal im Ernst, über unseren Versicherungsschutz können wir uns echt nicht beklagen.
Und was weitere Vergütungen angeht, hat halt jeder seine Meinung. Ist ja auch gut so!
krampi
Das ist wohl war,

naja bei Feuerwehrfrauen denk ich auch sofort an den (Brand)-Herd, coole Kampagne
MOK
Genau!

Herd, Haus,Kinder, Pantoffeln, Bier,....

So gefällt mir das! Ich muss weg!
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Wie war das noch? Schatz hol mir 'n Bier oder du siehst mich die nächsten drei Tage nicht! Nö, hols dir selbst! Und tatsächlich, sie sah ihn am ersten Tag nicht, sie sah ihn am zweiten Tag nicht und am Ende des dritten Tages war die Schwellung so weit abgeklungen, dass sie langsam wieder Umrisse erkennen konnte.

Auch Ich muss weg!
Stefan.Majohr
Äh , ich will ja nich ausschweifen...
JA , ich bekomme eine Aufwandsentschädigung , JA diese frißt sich mit meiner (freiwilligen)Aufgabe und den damit vebundenen Aufgaben auf , JAAA , ich übernehme für ALLES in der FF ( Übungs und Einsatzdienst + Veranstaltungen )die VERANTWORTUNG.....
.....und ich mache es gerne !
Von der Kohle die ich kriege,bleibt eigentlich nüscht über,und wenn einmal,denke ich beißt sich keiner einen Zacken aus der Krone...
89/3 ENDE
Franky
Erst Mal finde ich die Aufwandentschädigung schon sinnvoll. Man muss ja bedenken, dass die die bekommen auch mehr Ausgaben (Telefonate, Briefverkehr usw.) als andere Mitglieder haben. Aber es müsste noch mehr diverenzieren, danit meine ich das ein Wf mit einer Wehrgröße von 25 Kameraden nicht soviel Aufwendungen hat wie einer mit 80 Kameraden. Bei uns im Amt und Kreis ist dieses so, ob es im ganzen Land so ist weiß ich nicht.



Zitat:
Original von storm
Richtig.

In unserer Gebührensatzung gibt es z.B. eine Betrag ich sag mal einfach 250€/Std. für das Fahrzeug (mit Gerät) und 45€/Std. pro FM.
Da ist doch Grundsätzlich erstmal ein Betrag von 250€ fürs Gerät der wegen der Inanspruchname für Fremdzwecke abgerechnet wird. Die 45€ könte man aufteilen zu je 1drittel an Stadt, KK und den FM. Nur so ein Gedankengang.
Jedenfalls fühle ich immer ein wenig unverständnis, wenn die Stadt Geld für ehrenamtlich Erbrachte Leistungen kassiert.


Es gibt ja die Gebührensatzung, die nicht nur vorgibt wie viel das einzelne Fahrzeug/Gerät (je nach Typ unterschiedlich) kostet, sonder auch die Feuerwehrmitglieder. Das gilt nicht nur für kostenpflichtige Einsätze, sondern auch für die sogenannten "Fremdzwecke". Wobei der Gemeinde/Stadt nur die Kosten für das Fahrzeug/Gerät zustehen, die Kosten der FM gehören in die Kameradschaftskasse. Bei uns wird dieses bei Einsätzen so gehandhabt, bei Brandwachen wie z.B. Wacken Open Air oder ADAC Hanseaten Rally geht alles in die KK.
Wir haben aber die Helferfeste für diejenigen die bei den einzelnen Veranstaltungen helfen (Dienst schieben) eingeführt, da es immer die selben 20 Kameraden von 50 sind die da sind und die anderen setzen sich dann ins "gemachte Nest". Und es sind schon mehr geworden die dann kommen.
Franky
Und um das Ehrenamt zu fördern, würde ich Vorschlagen Einlasspreise zu senken. Bei Vorlage des Ausweises (Dienstausweis) einen Rabatt wie für Schüler usw.. Wo? Bei Schwimmbäder, Kino, Freizeitparks oder wo man sonst was mit den Anghörigen (die dabei ja meistens zu kurz kommen) was machen kann. Einen Handy Vertrag für Feuerwehrangehörige gibt es ja schon. (Telekom)
MOK
@Franky: das ist eine sehr gute Idee! Da würde meine Frau sich auch drüber freuen und es ist mehr Recht als schlecht. Es ist aber eine förderung des Ehrenamtes, keine Aufwandsentschädigung (ist auch gut so).
Wo kann ich diesen Vertrag bei der Telekom finden? Das kenn ich gar nicht!
Franky
Zitat:
Original von MOK
Wo kann ich diesen Vertrag bei der Telekom finden? Das kenn ich gar nicht!


Ich hatte es auf der Hp des DFV gelesen. Da findet Ihr das unter den Punkt Service und dann T-Mobil. Dort die oberschwere Frage beantworten und gehts weiter.