Auf Wiedersehen "50 hat mit"

Xraywilli
Ist ein Insider..........
Wenn Du mal die Gelegenheit hast und einen Einsatz der 50er auf 4m mithören kannst wirst Du wissen was gemeint ist.

Inhalte dürfen wir ja aufgrund des TKG nicht nennen Augenzwinkern
Borni
Zitat:
Original von Xraywilli
Ist ein Insider..........
Wenn Du mal die Gelegenheit hast und einen Einsatz der 50er auf 4m mithören kannst wirst Du wissen was gemeint ist.

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Heisst es nicht TKKG ?!? cool
Cola Trinker
http://www.ln-online.de/regional/stormar...d_Blutwurst.htm

Zitat:


Bargteheide – Jörg Lüdeks ständiger Begleiter ist sein Piepser. Geht der los, ist alles andere Nebensache für den Feuerwehrmann.

Jörg Lüdek führt ein Doppelleben. Zum einen ist er Fleischer und betrieb bis vor kurzem ein Geschäft, zum anderen ist er seit 39 Jahren Feuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide. Seitdem hat er einen ständigen Begleiter. „Mein Piepser ist immer dabei“, erzählt Lüdek. „Tag und Nacht und überall. Wenn ich mit dem Arm in der Blutwurst war und der Piepser losging, musste ich alles stehen und liegen lassen und los.“ Der DRK-Frauenkreis in Bargteheide hatte Lüdek am Donnerstag eingeladen, um Interessierten Gelegenheit zu geben, sich über die Arbeit als freiwilliger Feuerwehrmann zu informieren.

„Ich kann gar nicht sagen, dass ich unbedingt anderen helfen wollte“, blickt Jörg Lüdek auf die Anfänge zurück. „Feuerwehr war auch nie ein Jugendtraum von mir. Im Kegelverein damals haben mich ein paar Kollegen darauf angesprochen.“ Schließlich ging Lüdek mal hin – und blieb. „Man macht zunächst ein Anwärterjahr, eine Art Grundausbildung als Lehre, und wenn dann bei der Abstimmung alle zustimmen, ist man dabei.“ Seitdem ist sein Leben vom Einsatz bestimmt. „Ich bin einer von 72 in Bargteheide“, sagt Lüdek, „wir alle zusammen sind die Wehr. Alle machen es freiwillig.“

Das bedeutet, dass man das zweite Glas Bier lieber stehen lässt, das heißt Wegmüssen, wenn die Party am schönsten ist, das verlangt unterbrochene Nächte und abgebrochene Arbeit, und was ein Feuerwehrmann dafür bekommt, sind harte Arbeit, Gefahren und Bilder, die man nicht ohne weiteres wegsteckt. „Früher haben wir nach den Einsätzen noch zusammen gesessen und darüber geredet“, erinnert sich Lüdek, „aber heute ist die Zeit knapp geworden, die Chefs wollen ihre Leute so schnell wie möglich wieder bei der Arbeit sehen.“ Dabei sei das Reden so wichtig. „Es ist gut, dass es heute die Notfallseelsorge gibt.“ Sie lässt die Feuerwehrmänner mit ihren Erlebnissen nicht alleine, und seit einiger Zeit engagiert sich Lüdek auch dort.

Überhaupt ist er fast immer dabei. „Wenn man alle Einsätze eines Jahres sieht, rückt man jeden dritten Tag aus. 2008 hatten wir 158 Einsätze, manchmal drei an einem Tag.“ Oder auch in der Nacht, und dann musste er trotzdem früh wieder hinter der Theke stehen. Neben der Notfallseelsorge war der Bargteheider Kassenwart, er kümmert sich um die Brandschutz- Früherziehung im Kindergarten oder hat Dienst auf der Wache. „Im Notfall muss es ganz schnell gehen“, weiß er, „drei Minuten nach dem Alarm fährt der erste Wagen schon los. Obwohl ich nur 300 Meter weiter wohne, bin ich nicht immer der Erste.“ Einmal habe er in Seifenschaum gehüllt unter der Dusche gestanden, als der Piepser losging, „da musste ich erst schnell die Seife abspülen, abtrocknen geht dann gar nicht.“ Seine Frau steht nachts mit auf, öffnet ihm das Tor, damit er schneller vom Grundstück fahren kann, und wartet, bis er zurückkommt. „Ohne die Familie würde das gar nicht gehen.“

In seinen Einsätzen hat Lüdek schon viel gesehen, oft Dinge, die andere gar nicht sehen möchten. „Wo andere rauslaufen, rennen wir rein“, lautet ein Slogan der Feuerwehren. Zum Glück sind es nicht immer Katastrophen, die auf sie warten. „Es kommt vor, dass wir ausrücken, weil es nach Rauch riecht, die Wohnung aufbrechen, und dann liegt da nur ein Brot an der heißen Heizplatte.“ Oder es gibt Alarm, weil eine Ente eingefroren ist. „Das ist halb so schlimm“, so Lüdek, „aber erstmal rücken wir aus, und hinterher müssen wir alles wieder einsatzbereit machen.“ Längst ist die Feuerwehr mit moderner Technik ausgerüstet, die Lüdek zunächst schreckte. „Ich habe immer gesagt, wenn ein Computer kommt, bin ich weg.“ Doch als er kam, schenkten die Kameraden Lüdek ein Bündel Stifte als „seinen Computer“. Kameradschaft gehört bei der Feuerwehr zu den schönen Erlebnissen, und die erlischt nie. Mit dem Erreichen der Altersgrenze wechselt Lüdek in die Ehrenabteilung, „aber Feuerwehrmann ist man immer.“

Von Bettina Albrod
Benny
Ein absolut gelungener Text. Großes Lob an Bettina Albrod.

Übrigens: Die Redaktion der LN-Stormarn wechselt am Monatsende die Leitung. Dann ist Frau Susanne Peyronnet zuständig.