Im Katastrophenfall bestimmt der Landrat

Prakti
Im Katastrophenfall bestimmt der Landrat
Bad Oldesloe – Das Gesetz ist seit Januar 2007 in Schleswig–Holstein in Kraft und regelt die Zusammenarbeit von ziviler und militärischer Seite bei Naturkatastrophen, Unglücksfällen und Terrorismusabwehr. Grund für die Mitglieder der Partei Die Linke; an Landrat Klaus Plöger diverse Fragen zum Thema zu stellen. Die Linken haben Angst vor einer schleichenden Einflussnahme des Militärs auf die zivile Seite.


Landrat Klaus Plöger beantwortete jetzt die Fragen der Linken. Demnach werden die Kontakte zwischen dem Kreis und der Bundeswehr regelmäßig gepflegt. „Damit man sich im Katastrophenfall wenigstens kennt“, so Plöger. Zudem gebe es einen persönlichen Informationsaustausch zur Katastrophenschutzvorsorge des Kreises und eine Teilnahme an allen Übungen. Es gebe aber „keinen regelmäßigen Datenaustausch zwischen Kreis und Bundeswehr“, betont der Landrat. Ansprechpartner für die zivil-militärische Zusammenarbeit seitens der Bundeswehr sei der Oberstleutnant der Reserve, Christoph Kölsch. Beide müssen im Ernstfall zusammenarbeiten, wobei Plöger unterstreicht, dass der Landrat im Ernstfall über den Einsatz der Logistik entscheidet. Die zivilen Rettungseinheiten wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk oder auch Deutsches Rotes Kreuz unterstehen dem Landrat, er ist dem Beauftragten der Bundeswehr gegenüber weder weisungsgebunden noch weisungsberechtigt. Durch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sei sichergestellt, dass es durch die zivil-militärische Zusammenarbeit nicht zu einem verfassungswidrigen Einsatz der Bundeswehr im Inneren kommt.

Im Katastrophenfall, so Plöger, nehme er jede Hilfe, die er bekommen könne. „Wichtig ist, dass man Menschen kennt, die Sachen vorhalten, die wir nicht haben“.



Von K. Kuhlmann-Meincke

Quelle: http://www.ln-online.de/regional/stormarn/2569566/Im_Ka
tastrophenfall_bestimmt_der_Landrat.htm
rotkreuzler
Also ich habe bei noch keiner Übung auch nur irgendwass in Olivtarnfarben oder BW mässig gesehen ???
krampi
Da muss ich meinem Kameraden leider wieder sprechen,

bei der Landeskatastrophenschutzübung im letzten Jahr waren auch
vertreter der Bundeswehr vertreten, hab sie selbst gesehen... fröhlich

Allerdings größere Mengen Personal oder einen Panzer hab ich auch nicht
gesehen. Naja wäre wohl auch zu teuer die sind ja alle im Auslaud auf Urlaub
MOK
Zitat:
Original von krampi

Naja wäre wohl auch zu teuer die sind ja alle im Auslaud auf Urlaub



Witzig, witzig!
storm
Die Bundeswehr ist schon seit Jahren auf Übungen Vertreten. Meistens in Form von Verbindungsoffizieren im FüStab und in der TEL.

Massig Soldaten bei einer Übung wie der Nachbar 2008 wäre schon ziemlicher Unsinn. I.d.R. wird die Bundeswehr im KatS ja eher dort eingesetzt wo massig manpower nötig ist, (z.B. Flut). Das muss man ja nicht üben ;-)
Skyman65
Mit Erstauen lese ich die Kommentare geschockt

Ist Euch mal aufgefallen warum nur noch ein paar Führungsoffiziere auftauchen !!

Wir haben kaum noch Militär in SH. HL nix, Hamburg nix, Wentorf, Neumünster usw. überall wurden Standorte geschlossen. Die Standorte in Eutin z.B. sind mit Auslandseinsätzen und deren Vorbereitung beschäftigt.

Sollte wirklich mal ein Katastrophenfall kommen, sind wir ganz schön gekniffen. Kein schweres Gerät (Panzer,Hubschrauber) mehr, geschweige denn Personal sprich Soldaten.

Spricht doch schon für sich Oberstleutnant der Reserve !!!

Gruß
Stephan
storm
Wo der Soldat herkommt, der Sandsäcke stapelt ist doch vollkommen egal. Der Verbindungsoffizier kann über sein Notebook jederzeit einsehen wieviel Mann wann Verfügbar sind.
Wenn die BW im KatS eingesetzt wird, braucht man sowieso Vorlauf (Braucht die Feuerwehr auch wenn es um 1000 Mann geht)!

Natürlich ist der jenige Reservist. Eine Gruppe aktiver Offiziere für jeden Landkreis abzustellen wäre wohl verbrennen von Steuergeldern.
krampi
Habe während der Verpflegung bei der Übung Nachbar 2008 mit einem beteiligten Soldaten gesprochen. Es ist richtig das immer mehr Standorte grade hier in der Nähe in den letzten Jahren geschlossen werden, aber es ist vollkommen egal jede Einheit der Bundeswehr hat gewisse vorlauf Zeiten und dann ist es "fast" egal wo sie eingesetzt werden ob SH, Bayern oder gar im Ausland ...
Talisker
Der Bundeswehroffizier, welcher auftaucht ist ein Reservist ( Angestrebt ist pro Kreis einer). Dieser hat den Status eines Fachberaters und kann ggf. Einheiten der Bundeswehr anfordern.

Die Anforderung kann auch durch den HVB direkt bei der Bundeswehr erfolgen, bevor der Offizier da ist. Hier muss nur gut formuliert werden, auch die Kostenfrage sollte man im Hinterkopf behalten (Formuliere die Anforderung so, das die Y-Tours kostenfrei kommt).

Bei einigen Übungen habe ich schon viele von der BW gesehen, meist aber auf der Gegenseite als Verletztendarsteller.