Sprachlos - LF 16/12 geklaut und zu Schrott gefahren

wuwi01
Schock für Freiwillige Feuerwehr in Gelting:

Dieb(e) klauen Feuerwehrfahrzeug und verursachen damit schweren Unfall: Einsatzkräfte finden eigenes Löschfahrzeug total zerstört am Einsatzort
Von dem oder den verunglückten Täter(n) fehlte zunächst jede Spur – Bereitschaftspolizisten rückten mit Mannschaftswagen zur Suche an – Wehrführer: Wir sind wütend und können noch gar nicht begreifen, was da passiert ist – Schaden: 500.000 Euro
zu den Bildern Datum: Samstag, 25. Juli 2009, ca. 04:00 Uhr

Ort: Gelting, Landkreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein



(mwü) Da trauten die Feuerwehrleute in Gelting (Kreis Schleswig-Flensburg) wohl ihren eigenen Augen nicht. Sie wurden am frühen Samstagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 199 alarmiert. Als die Kräfte am Feuerwehrgerätehaus eintrafen dann der erste Schock an diesem Morgen: Das Gerätehaus war aufgebrochen, das große Fahrzeug der Wehr verschwunden.

Kurzerhand rückten die Helfer daraufhin mit ihren Privatfahrzeugen an die nur wenige hundert Meter entfernte Unfallstelle aus. Das zertrümmerte Fahrzeug, das dort umgestürzt auf der Straße lag, war den Kräften schließlich wohlbekannt – es handelte sich um das gestohlene Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF). Von dem oder den verunfallten Dieben fehlte zunächst jede Spur. Die Polizei forderte sofort Verstärkung an, Bereitschaftspolizisten, die bei einem Volksfest in der Nähe im Einsatz waren, eilten mit Mannschaftsbussen herbei. Allerdings blieb die groß angelegte Suche bislang erfolglos. Das Löschfahrzeug wurde bei dem Unfall komplett zerstört, Geltings Bürgermeister Uwe Linde bezifferte den Schaden auf rund 500.000 Euro. Er kam noch in der Nacht an die Unfallstelle, kündigte an, am Montag sofort mit Fahrzeugherstellern in Kontakt zu treten. Denn: Die Freiwillige Feuerwehr Gelting absolviert zahlreiche technische Hilfeleistungen, etwa nach schweren Verkehrsunfällen. Der Ausfall des gestohlenen Fahrzeugs stellt die Führung der Feuerwehr und die Verantwortlichen der Gemeinde deshalb vor Herausforderungen. Zunächst würden nun im Ernstfall benachbarte Feuerwehren alarmiert, hieß es. Wehrführer Bernd Kraack-Petersen: „Wir sind wütend - und können noch gar nicht begreifen, was da passiert ist“.
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Ich bin Schockiert

NonstoNews
angreifer80
Unter aller Sau, was da passiert ist. Da fehlen einem die Worte. Allerdings leider keine Seltenheit. Unserem KDOW ist vor ein paar Jahren ähnliches widerfahren. Sah nicht ganz so schlimm aus, war allerdings auch Schrott.
Barki
Mann, Mann wenn man die Bilder bei Nonstop betrachtet: der da am Steuer vom LF gesessen hat muss sich doch wehgetan haben.
Da es sich wohl um eine "neuere" Generation Fahrzeug handelt gabs wohl auch Sicherheitsgurte. Sonnst hätten sie doch mit Sicherheit ein oder mehr Personen am Unfallort gefunden.Ich denke mal das es nicht lange dauern wird, bis die Täter gefasst sind.
karl-heinz
Da fehlen ein die Worte, die machen vor garnichts mehr halt. böse
Florian Segeberg 29
Hallo,

wir haben uns bereits mit der Wehrführung in Verbindung gesetzt, wir wollen die Wehr gerne unterstützen, denn wir haben hier ja noch ein LF16 stehen - das könnte man für die Überbrückung nutzen.


Gruß
Kai
FeuerHamburg
Also wirklich... dazu kann man nix mehr sagen!
Was es doch fur I***** in dieser Welt gibt.

Mich wunderts das sich die/der Dieb/e nicht verletzt haben, so schlimm wie das LF aus sah.
Borni
Zitat:
Original von Florian Segeberg 29
Hallo,

wir haben uns bereits mit der Wehrführung in Verbindung gesetzt, wir wollen die Wehr gerne unterstützen, denn wir haben hier ja noch ein LF16 stehen - das könnte man für die Überbrückung nutzen.


Gruß
Kai



Ein wirklich feiner Zug von Euch !!! Feuerwehr - eine starke Gemeinschaft !!!

Gruß
Martin
Florian Segeberg 29
Hallo,

habe hier gerade ganz viele Bilder von dem Auto gefunden: Da muss jedes Fw-Mitglied schlucken: Nonstop-News

Gruß
Kai
Benny
Hättest garnicht lange suchen müssen. Die hat wuwi01 direkt am Anfang mit rein gesetzt großes Grinsen
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Ich glaub nicht, dass man all zu weit suchen muss, um die Diebe zu finden. Das sieht mir zumindest nicht nach Professionellen aus, die das Fahrzeug zu Geld machen wollten. Oder seit wann gibt es für gestohlene Feuerwehrfahrzeuge einen Markt? Spätestens, wenn das Fahrzeug in der Fahndung ist, hätten die Diebe ein gewaltiges Problem. Auch wer versucht, das Fahrzeug Richtung Ausland zu schaffen, geht ein erhebliches Risiko ein. Da schraubt man ja nicht einfach mal ein anderes Nummernschild ran und verschwindet in der Masse.

Nee, es sind Ferien. Das sieht mir eher nach einer "Spritztour" aus und irgendwer dürfte gerade in Erklärungsnöten stecken, wo seine Blessuren her stammen. Ohne die dürfte das nicht abgegangen sein, auch wenn man sowas durchaus ohne Knochenbrüche übersteht.

Warten wir mal ab. Ungeklärt bleibt das nicht, glaube.
FeuerHamburg
Der Täter wurde gefasst:
http://www.presseportal.de/polizeipresse...ktion_flensburg

Bei dem Täter handelt es sich um einen "19jährigen Heranwachsenden [...] Der junge Mann hatte in der Tatnacht die Veranstaltung "Brarup Markt" besucht und reichlich dem Alkohol zugesprochen"
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großes Grinsen Durst cool

Übrigens, der KSA wird zwar an den Träger der FF zahlen, aber sich dann vertrauensvoll an den Verursacher wenden. Dem wiederum nützt jetzt die beste Privathaftpflicht der Welt nichts. Der zahlt im Zweifel bis an sein Lebensende.
FeuerHamburg
Nur leider wird es wohl von Rechtlicher Seite kaum was geben.
Wenn der nen Guten Anwalt hat...
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Bei sogenannten Heranwachsenden (18 – 20 Jahre) entscheidet das Gericht, ob schon das „Erwachsenen-Strafrecht“ oder noch das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt. Bei unserem Dieb hier wird es höchstwahrscheinlich auf Jugendstrafrecht hinauslaufen, da „er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand“ bzw. „es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine Jugendverfehlung handelt“ (§ 105 Jugendgerichtsgesetz).

Im schlimmsten Fall hat er deshalb mit einer Jugendstrafe (Freiheitsstrafe zwischen 6 Monaten und 5 Jahren) zu rechnen, die zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Er scheint aber kein Wiederholungstäter zu sein, zumindest deutet der Polizeibericht nicht darauf hin, und um Gewalttaten wie Mord und Totschlag geht es hier auch nicht. Letztendlich liegt nur Diebstahl vor, der jedoch zumindest als „schwer“ einzuordnen ist, da er in Tateinheit mit Einbruch begangen wurde. Außerdem dürfte bei der Strafmaßfindung berücksichtigt werden, dass das Diebesgut ein der Sicherheit der Allgemeinheit dienendes Feuerwehrfahrzeug war, welches bei dem Diebstahl zudem auch noch zerstört wurde.

Dennoch glaube ich, das wird nur auf sogenannte Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel hinauslaufen, wodurch er mangels Eintrag im Bundeszentralregister nicht mal als vorbestraft gilt. Er hätte dann die bekannten Sozialstunden abzuleisten, maximal müsste er bis zu 4 Wochen in den Jugendarrest.

Finde ich in diesem Fall auch unerheblich. Der ist gestraft genug. Schäden, die bei Begehung einer Straftat entstehen, zahlt keine Versicherung. Er hat jetzt also 300.000 Euro, eher noch 400.000 Euro Schulden an den Backen. Wenn er oder seine Familie nicht gerade Mulitmillionäre sind, tut das richtig weh. Gehen wir mal vom Otto-Normal-Bürger aus, dann bleiben ihm eigentlich nur 3 reale Optionen:

Er kommt auf die Beine, verdient ganz gut und hat sein Auskommen. Aber wenn Andere kurz vor der Rente ihr schuldenfreies Eigenheim haben, hat er ... immerhin keine Schulden mehr.

Er kommt auf die Beine, krebst aber immer am unteren Existenzminimum herum und arbeitet für den Rest seines Lebens für nichts anderes mehr. Sein Erbe tritt keiner an, weil das noch immer nur aus Schulden besteht.

Er wird hauptberuflicher Trinker am Brunnen vor Penny und verendet mit Mitte 40 in der Großhansdorfer Lungenklinik an Krebs.
Cola Trinker
Letzteres ist dann wohl am wahrscheinlichsten.........(Nicht grad mit vierzig!). Mein Mitleid hält sich jedoch in Grenzen.
Cola Trinker
Leider wird der Gute aber wohl doch nicht bis zum Lebensende zahlen müssen. Ist das nicht ein klassischer Fall für eine Privatinsolvenz?
angreifer80
Meins auch... Augen rollen
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Nicht so lange wir in einem Rechtsstaat leben und das tun wir letztendlich noch.

Klar kann unser Dieb einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Ist zumindest das Geld vorhanden, um die Kosten des Verfahrens zu decken, wird das i.d.R. auch eröffnet. Das vorhandene Vermögen wird an die Gläubiger verteilt und es wird ein Insolvenzplan aufgestellt, wie unser Dieb seine Gläubiger zukünftig zufrieden zu stellen hat. Anschließend beginnt die sechsjährige Wohlverhaltensphase, in der sich unser Dieb nichts zu Schulden kommen lassen darf und den Insolvenzplan einzuhalten hat. Tut er das, kann er anschließend die Restschuldbefreiung beantragen. Wird sie ihm gewährt, ist er alle dann noch offenen Schulden los.

Mit einer Ausnahme: Schulden aus Straftaten sind von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen (§ 302 InSO) großes Grinsen

Anderenfalls wäre das nichts anderes als die Begünstigung von Straftaten.
Cola Trinker
Na dann ist ja gut...
Der Achtundvierziger
Finde die Einstellung von den Westerader´n echt klasse, ohne Zusammenhalt gehts dann doch nicht fröhlich

Den Crashdriver an die Wand...