storm
...indem ich für mittelmäßige Beiträge im am schnellsten wachsendem Medium (Internet) Geld verlange, während alle anderen ihr Angebot weiterhin kostenlos anbieten.
Verfolgt den Untergang der Zeitung unter:
www.abendblatt.de
Ich denke wenn nicht plötzlich alle anderen Anbieter nachziehen und "bezahl Zeitung" im Netz anbieten, wird das Hamburger Abendblatt ziemlich bald zurückrudern, oder langfristig den Anschluss verlieren.
Sehr interessant wie man die frühere Zielgruppe in der Rubrik "
Leser Kommentare" beschimpft. Das ist der einzige Feed den ich noch ein wenig beachten werde die anderen sind gelöscht.
Cola Trinker
Dann eben nicht. Ich habe vorher das Abendblatt eh nur als 3. Medium der Region Stormarn gelesen. Die restlichen Inhalte über Deutschland und den Rest der Welt kann ich auf 100.000 Seiten frei im Netz lesen. Da werde ich mit Sicherheit kein Geld für verlangen.
Christoph
Versteh ich auch nicht. Für Stormarn kann man aber immernoch auf LN-Online oder SHZ aktuelle Berichte lesen (ohne Gebühr

).
Im Prinzip findet sich auf faßt jeder Webmail Seite heute ein großes Nachrichtenportal. Und die sind auch kostenlos.
Aber man wird schon seine Gründe haben...
Benny
Axel Springer ist mit den Formaten "Bild" und "Welt" soweit gegangen, die Apps für das iPhone kostenpflichtig mit Abo-Charakter anzubieten. Der Zugriff auf die Internetseiten sollte iPhone Besitzern unmöglich gemacht werden. Letzteres hat man sich nun aber wohl noch einmal anders überlegt.
Filter
Das war übrigens nicht der erste Feldversuch der Springer AG! Die in Mecklenburg erscheinende Tageszeitung „Ostseezeitung“ (OZ) gehörte bislang zur Hälfte der Axel Springer AG und zur anderen Hälfte den Herausgebern der Lübecker Nachrichten. Soeben nahm ich freudig zur Kenntnis, dass Springer bereits Anfang des Jahres bei der OZ ausgestiegen ist. Gut so! Die OZ verkam in den letzten Jahren immer mehr zur Zweitverwerterin von Artikeln, die bereits einen Tag zuvor in der Welt oder im Hamburger Abendblatt standen. Vielleicht wird sie jetzt wieder lesbarer. Aber davon mal ab, hatte man dort bereits vor ein paar Jahren begonnen, die Online-Nachrichten nur noch gegen Bares anzubieten. Dadurch verloren sie offensichtlich nicht nur mich als Onlinenutzer, denn inzwischen gibt’s die Online-Nachrichten wieder kostenlos, wie ich ebenfalls gerade freudig feststellen durfte. Ging offenbar nach hinten los, der Schuss.
Springer versucht es jetzt also erneut, nur diesmal auf breiterer Linie. Bleibt die Frage, ob Springer tatsächlich genug Macht hat, um eine generelle Abkehr vom „Umsonst und Draussen“-System der Online-Nachrichtenanbieter zu bewirken, ansonsten wäre ein erneuter Misserfolg kaum abzuwenden.
Zur Papierausgabe wird dadurch ohnehin Niemand zurückkehren. Die Auflagen werden kontinuierlich weiter sinken und in ein paar Jahren werden gedruckte Medien einen Stellenwert haben, wie er heute bei Schallplatten zu finden ist. Es wird sie weiterhin geben, aber die Mehrheit der Leser wird andere Medienformen, allen voran das Internet nutzen. Sie werden dabei vorrangig auf freie Anbieter zurück greifen und die wird es immer geben. Man muss nur einen Blick auf die Pay-TV-Sender werfen. Die laufen mehr schlecht als recht und solange der Staat dafür sorgt, dass es (GEZ mal außen vor) frei zugängliche Fernseh- und Radioangebote mit möglichst breit gestreuten Themenbereichen gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Es ist eine Frage der Zeit, bis der Staat diese Notwendigkeit auch für das Medium Internet erkennt und handelt. Nein, Springer wird diesen Kampf verlieren.
Und Springer muss diesen Kampf verlieren! Allein aus moralischen Gründen. Springer prangert die „Umsonstkultur“ des Internets an und dass dort niemand mehr bereit ist, für erbrachte Leistungen zu bezahlen. Ein generelles Problem der Generation Internet, ja durchaus. Doch im Fall Springer ist diese Behauptung eine Dreistigkeit, denn die Leistungen werden bezahlt! Oder kann man die Werbung beim Onlinedienst von Springer umsonst platzieren? Bei einer gedruckten Zeitung funktioniert es zwar, dass der Leser sie bezahlt und trotzdem Werbeseiten umblättern muss. Das Ignorieren von Werbeseiten in Zeitungen fällt allerdings auch nicht schwer, solange diese nicht überhand nehmen. Das Internet aber funktioniert mehr wie Fernsehen, weniger wie Druckzeitschriften. Werbung ist dort viel aufdringlicher, man kann noch nicht mal umschalten. Wer ist denn bereit, Geld für die Nutzung eines Onlineangebotes zu bezahlen und trotzdem jede Minute blinkende Werbecookies wegzuklicken? Jeder Pay-TV-Sender wäre dem Untergang geweiht, wenn der zahlende Kunde dort auch noch mehr als die übliche Eigenwerbung ertragen müsste.
florian60
Wer das Abendblatt weiter lesen will kopiert sich die Überschrift des Artikels und geht mal bei google danach suchen ... und siehe da!