112 - Nummer mit Fusionspotenzial

F98
[ZITAT]Ostholsteins Einsatzleitstelle könnte nach Oldesloe ziehen. Kooperation von fünf Kreisen denkbar

Im Gespräch sind eine Erweiterung der Zuständigkeit der Oldesloer Leitstelle um den gesamten Kreis Ostholstein und der Zusammenschluss der Rettungsdienste Stormarns, Ostholsteins, Lauenburgs, Segebergs und Plöns unter dem Dach eines gemeinsamen Zweckverbands
[ZITAT ENDE]

Quelle: Hamburger Abendblatt (Stormarn)
Prakti
Mal abgesehen von der Leistelle, wäre das dann auf Seiten des Rettungsdienstes RKiSH Numero Zwo. Die Idee ist nicht neu und wurde auch schon anderwo umgesetzt. Ob erfolgreich oder nicht mögen andere zu Beurteilen.
Aber allgemein gilt: Big is Beautiful!
Christoph
Ich frag mich nur mit wem Lübeck irgendwann mal fusionieren wird. Letztens stand ja was in der Zeitung das NMS im Gespräch ist. Aber bald sind ja alle Kreis rund um HL "vergeben".
F98
Ich habe da noch Informationen aus dem Kreistag "gefunden" ...

Zitat:
Vorlage - 2010/0984

Erste Information zur Kooperation im Bereich Rettungsdienst

Beschluss:
1. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss nimmt die Ausführungen zur Bildung eines Rettungszweckverbandes Kenntnis.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Wirtschaftlichkeit eines solchen Zusammenschlusses zu untersuchen. Die Prüfung soll durch einen Gutachter begleitet werden.

Begründung:

Die für den Rettungsdienst verantwortlichen Führungskräfte der Verwaltungen der Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Plön, Segeberg und Stormarn haben sich in mehreren Gesprächen mit der Zukunft des Rettungsdienstes auseinandergesetzt.

In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an eine sparsame und wirtschaftliche Betriebsführung verändert. Mit der Einführung des Entgeltrechts im Rettungsdienst wird mit jeder Entgeltverhandlung das Kostendeckungsprinzip unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt. Die Auslegung, welche Kosten bedarfsgerecht und wirtschaftlich sind, weicht landesweit zwischen Rettungsdiensträgern und/oder Kostenträgern voneinander ab. Hinzu kommt, dass der Zusammenschluss einiger Kreise zu einer GmbH mittlerweile eine mehr und mehr zunehmende Konkurrenz im Land darstellt und in Teilbereichen bereits eine Bevorzugung bei den Kostenträgern erkennen lässt. Außerdem gibt es auch in anderen Bereichen Kooperationen, die insbesondere aufgrund wirtschaftlicher Gesichtspunkte erfolgen. Als Beispiel sei nur die gerade frisch beschlossene Kooperation im Bereich der Informationstechnik der Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn genannt.

Bisher ist eine allgemeine Bestandsaufnahme erfolgt, Schlussfolgerungen gibt es noch nicht. In dieser wurden die Strukturen der Rettungsdienste in den Kreisen festgehalten:

- allgemeine Zuständigkeiten für Rettungsdienstangelegenheiten
- Controlling
- Organisation und Einsatz
- Kaufmännische Leitung und Finanzbuchhaltung
- Besonderheiten wie z.B. Private außerhalb des Rettungsdienstes

Diese Aufgaben werden von jedem Kreis wahrgenommen. Sie haben als Träger die Aufgabe den Rettungsdienst gemäß den Bestimmungen des Rettungsdienstgesetzes sicherzustellen. Hierzu gehört Notfallrettung und Krankentransport. Bei der Notfallrettung werden Notfallpatienten am Unfallort medizinisch versorgt und unter fachgerechter Betreuung in ein für die weitere Versorgung geeignetes Krankenhaus gebracht. Beim Krankentransport wird Kranken, Verletzten oder sonstigen Hilfsbedürftigen Hilfe geleistet. Es handelt sich hierbei um eine öffentliche Aufgabe der Daseins- und Gesundheitsvorsorge. Diese Trägeraufgabe soll auf den Zweckverband übertragen werden. Der Zweckverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat dann für das Rettungsdienstzweckverbandsgebiet dieselben Rechte und Pflichten wie zuvor ein Kreis für sein Rettungsdienstkreisgebiet. Die bisherigen Durchführer wird der Zweckverband mit der Durchführung des Rettungsdienstes betrauen.

Die bestehende Leitstellenstruktur wird im Wesentlichen bestehen bleiben (siehe dazu die weitere Vorlage).

In einem ersten Schritt ist die Wirtschaftlichkeit eines solchen Zusammenschlusses zu analysieren. Diese soll durch einen Gutachter erfolgen. Mit den Kostenträgern wird zuvor deren Einvernehmen zur Übernahme der Kosten für das Gutachten eingeholt.



Quelle: http://www.kreis-stormarn.de
F98
Zitat:
Vorlage - 2010/0985

Erste Information zur weiteren Regionalisierung der Integrierten Regionalleitstelle Süd

Beschluss:
1. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss nimmt die Ausführungen zur weiteren Regionalisierung der Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) mit dem Kreis Ostholstein zur Kenntnis.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer solchen Regionalisierung zu untersuchen. Die Prüfung soll durch einen Gutachter begleitet werden.

Begründung:
2001 wurde ein Gutachten für ein landesweites Organisationskonzept für räumliche Aggregate (Leitstellenbereiche) von Regionalleitstellen angefertigt. Danach sollten die Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn eine Regionalleitstelle bilden. Der Kreis Segeberg entschied sich für eine Kreisleitstelle mit dem Standort Norderstedt. Bereits vor einiger Zeit zeigte der Kreis Ostholstein Interesse an einer Kooperation im Leitstellenbereich. Mittlerweile ist dieses Interesse so groß geworden, dass erste Gespräche der Verwaltungen folgten.

Angesichts der immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen und vor dem Hintergrund der mit der Weiterentwicklung der Kommunikationstechnologien geschaffenen Möglichkeiten (irgendwann wird der Digitalfunk auch im Süden von Schleswig-Holstein eingeführt werden) ist es unerlässlich auch die letzten einzelnen Kreisleitstellen einer größeren Einheit anzuschließen.

Die Beteiligung der Kostenträger wird auch nach dem Anschluss des Kreises Ostholstein an die IRLS 60 % betragen. Jedoch wird es Einsparungen für den Feuerwehr- und Katastrophenschutzbereich geben. Dies gilt gerade im Hinblick auf Erneuerungen im Bereich des Teilfinanzplanes.

Der Standort der IRLS bleibt.

Bevor die Kreistage einen Beschluss zur Regionalisierung mit dem Kreis Ostholstein fassen können, ist die Machbarkeit zu klären. Im Kreis Ostholstein kann sich in den Sommermonaten die Bevölkerung durch den Tourismus verdreifachen. Mit gutachterlicher Unterstützung soll die Machbarkeit untersucht werden. Zuvor wird das Einvernehmen der Kostenträger zur Übernahme der Kosten für das Gutachten eingeholt.


Quelle: http://www.kreis-stormarn.de
Florian Segeberg 29
Zitat:
Original von Christoph
Ich frag mich nur mit wem Lübeck irgendwann mal fusionieren wird. Letztens stand ja was in der Zeitung das NMS im Gespräch ist. Aber bald sind ja alle Kreis rund um HL "vergeben".


Moin,

NMS hat keine eigene Leitstelle. Die ist zusammen mit der für SE in Norderstedt und nennt sich Leitstelle Holstein ;-)

Gruß
Kai
Spitzmacher
Einmal kurz aus dem Nähkästchen aus Neumünster: 1. Neumünster hat noch eine eigene Leitstelle die im bedarfsfall (in letzter Zeit immer öfters) sofort für Norderstedt den Betrieb aufnimmt! Diese ist auch 24 stunden rund um die Uhr besetzt! Im Gespräch ist aktuell die Leitstelle in Harrislee... kann man sich auch drüber streiten...
Norderstedt will soweit ich weis ein neues Konzept für den Bereich Neumünster vorstellen und so lange warten wir mal ab wohin es denn für die Neumünsteraner hingehen wird.

In diesem Sinne euch noch einen schönen Abend noch...
Christoph
Danke für die Info. Der Bericht aus den LN ist auch noch garnicht sooo lange her. Die NMSler beklagten sich über viele Probleme mit der Leitstelle Holstein (davon kann Fl. SE 29 ja ein Lied singen...) und suchten deswegen "angeblich" einen neuen Partner.
storm
Idee
Technisch ist es doch sicher auch möglich die Notrufe in ein Call Center in Rumänien weiter zu leiten wo deutschsprachiges Hilfs-Personal gemäß einer Abfragematrix die Notrufe Verarbeitet.
Ergebe mich!!!
Xraywilli
@Storm

mit Rumänien bist Du auf dem Holzweg.
Die Infrastruktur ist noch nicht weit genug ausgebaut.

Außerdem ist Indien wesentlich günstiger.
Es ist doch nicht wichtig wo die Leitstelle sitzt, hauptsache sie ist kostengünstig oder? Augenzwinkern

Ich für meinen Teil finde die Zusammenlegungen ja sinnvoll wenn Sie in einem gewissen Rahmen bleibt, nur fängt es ja schon damit an, dass es selbst modernster Telekommunikationsmittel nicht möglich ist Notrufe aus Randgemeinden zur richtigen Leitstelle durchzustellen ( wo auch immer die sein mag )

Wähle ich von Zuhause die 110 oder 112 lande ich bei der LST Holstein obwohl unsere Gemeinde bekanntlich in OD liegt.

Wenn ich nun dem Disponenten erkläre das es bei uns einen Notfall gibt, dauert es sicherlich eine ganze Weile bis dieser erkennt das er die falsche Leitstelle ist, sofern ich es nicht gleich zu Beginn des Notrufes klarstelle. Bei entsprechender Ortskenntnis passiert sowas nicht.

Bei der IRLS gab es dieses Problem bekanntlich ja auch schon, wenn auch zum Glück nur in sehr wenigen Einzelfällen. Mittlerweile ist die Ortskenntnis jedoch besser und solche Fehler können sich nicht mehr so einfach einschleichen.

Ich persönlich würde es einem Disponenten nicht zumuten wollen einen solch großen Bereich verwalten und kennen zu müssen.
F98
Zitat:
Nach Stormarn haben auch die Nachbarkreise den Weg für die Gründung eines Rettungsdienst-Zweckverbands geebnet. ...

Zusätzlich zur Fusion der Rettungsdienste planen die Kreise Stormarn und Ostholstein zukünftig auch eine Zusammenarbeit im Notrufmanagement. Die Zuständigkeit der Leitstelle in Bad Oldesloe, in der derzeit die 112-Notrufe auf den Kreisen Stormarn und Herzogtum-Lauenburg auflaufen, soll um den gesamten Kreis Ostholstein erweitert werden.


--> Link zur Quelle
F98
Link zum Artikel --> Rettungsdienst bald unter dem Dach einer Service-Gesellschaft?

Zitat:
Die lauenburgische Kreisverwaltung empfiehlt, über Kooperation der Notfallretter mit den Kreisen Ostholstein, Stormarn, Segeberg und Plön zu beraten.
Quelle: ln-online.de




Link zum Artikel --> Herzogtum Lauenburg will sich vom DRK trennen

Zitat:
Geesthacht. Düstere Aussichten für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Vertragspartner des Kreises: Der Innenausschuss hat das Thema Rettungsdienst erneut auf der Tagesordnung. Es geht um insgesamt rund 200.000 Euro, die vom DRK zu Unrecht kassiert und inzwischen zurückgezahlt wurden.

Quelle: bergedorfer-zeitung.de
Christoph
Bad Oldesloe - Wer in Eutin die 112 wählt, landet künftig in Bad Oldesloe: Die Integrierte Regionalleitstelle Süd der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg wird zusätzlich die Aufgaben des Kreises Ostholstein übernehmen.

Die Integrierte Regional Leitstelle Süd (IRLS) für die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg bekommt Zuwachs: Der Kreis Ostholstein will seine eigene Rettungsleitstelle aufgeben und die Aufgaben auch auf den Kreis Stormarn übertragen. Der betreibt seit 2006 die IRLS in Bad Oldesloe. Die Vertragsverhandlungen sind gelaufen, die Fachausschüsse der Kreise haben der öffentlich- rechtlichen Vereinbarung bereits zugestimmt – allein: Es fehlen noch die Beschlüsse von allen drei Kreistagen. Die tagen am 6. (Ostholstein), 8. (Herzogtum Lauenburg) und 16. Dezember (Stormarn).

Dann soll der Vertrag zum 1. Januar 2012 in Kraft treten. Standort für die erweiterte Integrierte Regionalleitstelle Süd bleibt das Kreishaus in Bad Oldesloe. Für die sieben Ostholsteiner Mitarbeiter, die zum Kreis Stormarn wechseln, wird Platz geschaffen. Von hier aus werden künftig auch alle Einsätze koordiniert, die bisher in der Rettungsleitstelle in Ostholstein in Eutin aufgelaufen sind. Die Einsatzsachbearbeiter in Bad Oldesloe – früher hießen sie Disponenten – sind dann für mehr als 600 000 Menschen in Notsituationen zuständig. Insgesamt sollen 28 Mitarbeiter bei der Integrierten Regionalleitstelle Süd, die ihren Namen behalten wird, arbeiten. Zum Personalabbau kommt es demnach nicht.

[...]

Quelle: LN-Online
F98
Zitat:
Die Kreise Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein schließen sich zusammen – ohne den großen Nachbarn. Innensenator Möller fühlt sich im Stich gelassen.


Link zur Quelle bzw. zum Bericht --> http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/...luebeck-haengen




Zitat:
Lübeck/Kiel – Ärger um die Rettungs-Leitstelle: Innenminister Klaus Schlie (CDU) wirbt für ein Einsatzzentrum in der Hansestadt. Die Umlandkreise halten Gespräche für „überflüssig“.


Link zur Quelle bzw. zum Bericht --> http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/...uebecker-modell
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Ja, das hatte sich Lübecks Innensenator Möller fein gedacht. Die eigene Leitstelle ist marode, also bringt man sich in die Fusionsgespräche zwischen den Kreisen OD, RZ und OH ein. Warum auch nicht? Ob nun 3.400 km² und 620.000 Einwohner oder 3.600 km² und 830.000 Einwohner, es gibt in Deutschland, etwa in Bayern noch wesentliche größere Einsatzgebiete für einzelne Leitstellen. Sinn hätte das also schon gemacht, auch Lübeck noch an Bord zu holen. Nur weiß ich nicht, woher der Irrglaube des Lübecker Senats stammt, die Umlandkreise OD und RZ geben freudig ihre funktionierende Leitstelle auf und zahlen 800.000 Euro der 1,6 Mio für eine neue Leitstelle, die natürlich in Lübeck steht. Oder OH zahle lieber 400.000 Euro für eine neue Lübecker Leitstelle statt der 100.000 Euro für die jetzige Fusion mit der IRLS. Und nun schmollt er rum, der Senator, dass die Zeiten der Kleinstaaterei doch vorbei wären. Vorbei? Möller, alter Hanseat, ich weiß doch, wo der Irrglaube herkommt, aber hör auf den alten Marcellus Wallace: "Hanseatischer Ruhm hält nicht ewig! Und die guten Tage Lübecks sind so gut wie vorbei! 1,3 Mrd Schulden! Tja, das ist eine harte, gemeine Tatsache des Lebens! Aber es ist eine Tatsache des Lebens, vor der du nicht die Backen zukneifen kannst. Verstehst du? In dem Moment, wo du fragst, ob Lübeck vielleicht bei der IRLS mitmachen darf, wirst du vielleicht einen leichten Stich spüren. Das ist der Stolz, der dich hier oben ärgert! Scheiß auf den Stolz... Stolz tut nur weh, aber er hilft nie."
storm
Neu ist das ja nicht. Der Masterplan war ja 4 Leitstellen im Land. Eine davon wäre Lübeck gewesen...
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Würde ja auch Sinn machen, zweifellos, wenn da nicht der Beigeschmack wäre, die Umlandkreise, denen es finanziell ja auch nur gerade soeben geht, sollen Lübeck gefälligst eine neue Leitstelle finanzieren und die eigene, funktionierende IRLS aufgeben. Ich glaube nicht, dass es logistisch ein Ding der Unmöglichkeit wäre, stattdessen Lübeck mit nach Oldesloe zu holen, ohne dabei jedenfalls gleich 1,6 Mio anzufassen.
Cola Trinker
Womit wir wieder beim Thema wären, wir sollen die Leitstelle aufgeben, die Lübecker erheben mit ihrer "tollen" BF aber einen Führungsanspruch. Wer blockt den da jetzt und betreibt Kleinstaaterei?