Noch was zum Thema Ausbildung

Theo
Lübecker Feuerwehrchef Referent bei Sicherheitsforum
Zum Thema "Heißausbildung in Feuerwehren" fand am Freitagabend in Hannover eine Expertendiskussion über den Nutzen und die Gefahren der Heißausbildung statt. Ein Referent des Abends war der Leiter der Lübecker Berufsfeuerwehr, Oliver Bäth.
Spätestens seit dem tragischen Todesfall im Rahmen einer Heißausbildung einer Freiwilligen Feuerwehr steht die Ausbildung der Einsatzkräfte unter realistischen Brandbedingungen in der Diskussion.

Im Rahmen des Sicherheitsforums der Feuerwehr-Unfallkassen (FUK) Berichtete Bäth über die Ergebnisse der Untersuchungskommission, die die Umstände eines tragischen Todesfalles ermittelt hat. Fachleute wie Nils Bonderup (Dänemark), Peter Leenders (Niederlande), Ulrich Cimolino (Düsseldorf) und Jan Südmersen (Osnabrück), beleuchteten das Thema "Heißausbildung" aus verschiedenen Blickrichtungen der geltenden Feuerwehrdienstvorschriften.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde über die Erfahrungen mit verschiedenen Fitness-Aktionen der FUK berichtet, die als Ergebnis der STATT-Studie entstanden sind. Der Inhalt der Studie wurde von Dr. med. Finteis vom Universitätsklinikum Mannheim zusammenfassend vorgetragen. Der Schwerpunkt lag hier auf der Komponente "Mensch im Einsatz". In der Vergangenheit war der Fokus stark auf die technische Ausrüstung der Feuerwehren gelenkt worden. Neben der elementar notwenigen zeitgemäßen Ausrüstung der Wehren muss aber auch vermehrt die sportliche Ausbildung Beachtung finden, dies gilt sowohl für die Freiwilligen als auch für die Berufsfeuerwehren. Eine Notwendigkeit, die nicht durch Einsparungen vernachlässigt werden darf.

Lübecks Feuerwehrchef Oliver Bäth. Foto: HL-live.de

Aus hl-live.de