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Original von storm
Aber wenn der Funk stark belastet ist kann man auf viel verzichten, bzw aufs 2m Band zurueckgreifen. Es muss in soner Unwetternacht nicht nach jeder dusseligen Meldung ein "Florian Stormarn ** [<-Zensiert!] hat mit" kommen...
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Auch wenn der Beitrag hier nicht mehr so neu ist, will ich nochmal das Faß öffnen, da wir ja mal wieder ein kleines Unwetter hatten.
Mein Entsetzen war ziemlich groß über den sagenhaft überflüssigen Funkverkehr, den ich vernehmen mußte.
Funkdisziplin und FwDV hin oder her, es gibt eben Ausnahmen, in denen es nicht sinnvoll ist, sich daran zu halten. Und dafür sind Sturmeinsätze, an denen jede FF teilhaben darf das beste Beispiel.
Ich bin der Meinung, es ist nicht so wichtig, die Ankunft am Einsatzort (Status 4) der LST verbal mitzuteilen. Das Interessiert den Disponenten auch in einer Großschadenslage so ziemlich überhaupt nicht. Er hat nämlich noch ca. 37.500 Notrufe in der Leitung, die zwanghaft jeden dickeren Stock auf dem Gehweg melden wollen. Das Bedeutet für die Kollegen auf der LST richtig Stress.
Da machen aus meiner Sicht Lagemeldungen wie:
"Hier ist FlSt XX/47. Baum liegt in voller Länge über Straße und Gehweg. Wir beginnen mit den Bergungsarbeiten mit Motorsäge und Axt"
keinen Sinn. Auch nicht die Status 1 Meldung:
"Wir haben das Gerät verladen und rücken wieder ein."
Die Meldung "Stütz und ab" (Status 2) ist dann auch sicher ausreichend.
Noch schöner ist es mit folgenden Texten den Kanal, der gerade von 89 FFen genutz wird, zu blockieren:
"FlSt XX/47 von XX/19 kommen"
5 sec. später:
"FlSt XX/47 von XX/19 kommen"
das ganze noch dreimal, dann die Antwort:
"Hier ist FlSt XX/47, Frage: Wurden wir gerufen?"
"Ja! Hier ist FlSt XX/19 Frage: Liegt der Baum vorm oder hinterm Ortsschild?"
"Der Baum liegt etwa 300m hinter dem Ortschild, wo es links zu Horst sein Hof geht! Der hat den mit sein Trecker aber schon von der Straße gezogen. Wir machen den hier nur noch klein."
"Das ist verstanden! Frage: Sollen wir noch nachrücken? Wir sind 1/3."
"Nein, das is nich mehr nötich! Ende."
"Ende."
Ich habe gehört es gibt da so kleine 2m-Band Handfunkgeräte......
In der Zwischenzeit hätte FlSt XY/41 gerade gern bei der LST ein RTW geordert.
Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen und weil es ja wirklich dringend ist, drückt FlSt XY/41 etwa 37 Mal den Tonruf. 39 Mal wurde übrigens von anderen Wehren dazwischengequatscht, Texte etwa siehe oben. Hier macht Funkdisziplin dann wieder Sinn. Erst hören, dann denken, dann sprechen.
Was FlSt XY/41 nicht weiß:
Einmal hätte gereicht, denn sobald der Tonruf raus ist (und man den zweiten, etwas tieferen Quittungston nach etwas längerem Drücken der Ruftaste vernommen hat), blinkt in der LST eine Lampe die sagt: "Da will einer was!"
Und wenn der Disponent Zeit hat, meldet er sich auch. Vorher nicht. Auch nicht, wenn man 520 Mal den Tonruf tastet und so den ganzen Kreis nervt.
Dann endlich: "Leitstelle Süd"
"Hier ist FlSt XY/41 wir brauchen hier mal einen RTW!"
"Ja, der kommt."
Düdeldüt düdeldüt....Dütdütdütüdütüdüt
Wieder wird zigfach der Tonruf gedrückt. Etwa 1,5 min später:
"Leitstelle Süd, wer ruft?"
"Hier ist FlSt XY/41 wir brauchen noch ein NEF"
"Hab´ ich nicht. Ist gerade im Einsatz. Was ist denn überhaupt los?"
Bei allem Verständnis für den Stress, den die Disponenten in solchen Lagen haben, aber die Frage hätte sich doch schon von Anfang an aufgedrängt, und spätestens die Besatzung von RtgSt XZ/83/1 hätte das wissen wollen.
Hier liegt in der Kürze dann eben doch nicht die Würze, nach der Ansage was passiert war, hätte der Disponent niemals den RTW alleine rausgeschickt, sondern sich irgendwoher ein Arzt gebastelt. Aber wie gesagt, den Stress will ich auch nicht haben und wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht.
Das waren jetzt 3 Beispiele über Auswirkung der Funkdisziplin, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Und darum mein Fazit:
Vorm Funken überlegen, was will ich überhaupt in welcher Form erreichen.
Und: Muß es jetzt unbedingt über 4m sein?
Andere wollen auch Einsätze entgegennehmen bzw. nachalarmieren.
Hier zum Schluß noch mal ein positives Beispiel aus gleicher Lage:
"XZ für Leitstelle"
"XZ"
"Alarmfax gekriegt?"
"Positiv"
Geht doch, wenn man sich Mühe gibt!