Digitalfunk vs. Analogfunk

Torben
Zitat:
Original von grisu95
Nee, die Patrons werden auch weiterhin ihren Zweck erfüllen, da mit dem digitalen Funk nur die Infrastruktur zur Kommunikation zwischen mobilen und festen Endgeräten (Handfunken, Autos, Wachen) erstellt wird. Die Alarmierung ist davon total unabhängig, außerdem wäre es ja auch bekloppt, erst ein neues Netz für die Alarmierung aufzubauen und nach ein paar Jahren wieder abzubauen.
Man muß also zwei Systeme unterscheiden, die digitale Alarmierung mit 21 digitalem Umsetzern im Kreisgebiet und ein digitales Funknetz, das wie ein Mobilfunknetz aufgebaut sein wird und die Kommunikation sowohl zu einem einzelnen Gerät als auch zu einer Gruppe von Geräten ermöglicht.


Sicherlich wird beides nebenbei laufen, aber nicht immer. Früher oder später -so denke ich- werden die DME-Alarmstrukturen dann auch in Digitalfunk-Alarme umgebaut...
shifty
Hier mal ein link eines anbieters für Digitale alarmierung...........


KLICK!
Stefan.Majohr
Was kosten eigentlich die neuen DIGI- Funkgeräte ????? Kopfkratz

Die Wehrführungen müssten die Kostenträger ja auch irgendwann daruf vorbereiten ??!!
Bitte!!!
supra
Brasilianische Bahn ordert TETRA-Funknetz

Die EADS-Sparte Secure Networks soll als Partner in einem Konsortium mit Alstom – unter anderem Hersteller des Hochgeschwindigkeitszuges TGV – ein Bahnfunknetz in Brasilien errichten. Künftig soll ein TETRA-Funknetz Sprach- und Datendienste für über 1500 km Bahnstrecke entlang der Großstädte Rio de Janeiro, Sao Paulo und Minas Gerais bereitstellen. Auftraggeber ist der brasilianische Bahnkonzern MRS Logistica. Insgesamt hat der Vertrag ein Volumen von 60 Millionen Euro, wobei der Anteil der EADS 16 Millionen Euro beträgt. In der zweiten Jahreshälfte soll die EADS einen TETRA-Switch, 75 Basisstationen und 1800 Terminals liefern.

Bemerkenswert ist, dass sich die Bahngesellschaft für ein Funknetz im TETRA-Standard und nicht für eines in dem von den europäischen Bahnen entwickelten GSM-R-Verfahren entschieden hat. Diesen Standard führt unter anderem die Deutsche Bahn AG schrittweise ein. GSM-R-Anbieter Siemens konnte im vergangenen Jahr einen Exporterfolg nach Saudi-Arabien melden.

Die TETRA-Technik wird bislang vor allem von Sicherheitsorganisationen wie Polizei und Feuerwehr eingesetzt. In der laufenden Ausschreibung für ein digitales BOS-Funknetz in Deutschland ist EADS einen Schritt weitergekommen und muss die Tauglichkeit seines Angebot nun in Labortests unter Beweis stellen. Auch andere Anwender wie Verkehrsbetriebe, Unternehmen mit großem Firmengelände oder auch private Netzbetreiber setzen vermehrt auf TETRA. (ssu/c't)
99/5/1
Zitat:
Bericht: Digitaler Behördenfunk wird teurer als geplant

Nach einem vertraulichen Bericht für den Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages soll der neue digitale Funk für die Behörden mit Ordnungsaufgaben (Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) erheblich teurer werden als geplant. Der Bericht, aus dem die Zeitung Die Welt[1] zitiert, macht für die Teuerung die Kalkulation der Bahntochter DB Telematik verantwortlich, die das BOS-Funknetz betreiben soll. Danach will die DB Telematik für den Betrieb des Funknetzes in den nächsten 15 Jahren 6,64 Milliarden Euro kassieren, 1,54 Milliarden mehr als im ursprünglichen Angebot. Von dieser Teuerung sind besonders die klammen Länder betroffen, die 55,5 Prozent der Gesamtkosten übernehmen müssen.

Die ursprünglich genannten und akzeptierten 5,1 Milliarden beruhen nach dem vertraulichen Bericht auf einem Angebot der DB Telematik, bei dem etwa 40 Prozent der Funkmasten-Standorte und Übertragungstrecken ohnehin dem Bund und den Ländern gehören. Die internen Prüfer, die sich an der "Unverbindlichkeit" des Angebotes von DB Telematik stören, rügen diese Mischkalkulation mit vorhandenen Liegenschaften, weil sie keine klare Trennung in der Kalkulation zwischen Bund und Ländern gestatten.

In einer ersten Reaktion[2] hat die Gewerkschaft der Polizei den Kalkulationsfehler kritisiert und das Vorgehen der Regierung mit der pannenbehafteten Einführung der LKW-Maut[3] verglichen: "Nach langem Hickhack um den BOS-Digitalfunk und dem durch die Haushälter durchgedrückten permanenten Abspecken der technischen Ausgestaltung des Digitalfunks gefährdet nun das Versäumnis, sich nicht rechtzeitig um die Kosten des Betriebs des Funknetzes gekümmert zu haben, die Einführung des modernen Kommunikationssystems." Gerade in Zeiten akuter terroristischer Bedrohungslagen sei eine weitere Verzögerung des BOS-Funks nicht hinnehmbar, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Konrad Freiberg.

Die DB Telematik war im Jahre 2005 vom damaligen Innenminister Otto Schily mit dem Betrieb des BOS-Funknetzes beauftragt worden[4]. Mit diesem Schachzug sollten die Kosten für den Betrieb des digitalen Polizeifunks auf etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr gesenkt werden. Gegen den fiskalischen Schachzug[5] gab es frühzeitig Klagen, die jedoch scheiterten. Unabhängig vom Funknetz wurde alsdann eine Ausschreibung für die Systemtechnik gestartet. die schließlich EADS[6] gewann. (Detlef Borchers)

www.heise.de
Blaulicht-Reporter
Nordrhein-Westfalen funkt digital – an insgesamt drei Referenzstandorten bei Polizei und Feuerwehr. Innenminister Dr. Ingo Wolf gab am Mittwoch im Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg den Startschuss.

Neben der Testanlage beim LZPD gehen zwei weitere in Münster in Betrieb: eine beim Institut der Feuerwehr (IdF) und eine beim Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP). In Münster werden ab sofort die ersten Polizisten und Feuerwehrleute in der neuen Technik ausgebildet. Sie geben ihr Wissen als Multiplikatoren in Zukunft an ihre Behörden weiter. „Mehr als 170.000 Angehörige der Hilfsorganisationen und 40.000 Polizisten müssen in der neuen Technik bis zum Jahr 2010 fit gemacht werden“, erläuterte Wolf. Bis dahin soll die digitale Funktechnik flächendeckend in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen.

„Der Aufbau des Digitalfunknetzes ist eines der größten technischen Modernisierungsprojekte bei uns und beginnt in den nächsten Wochen mit dem ersten Netzabschnitt im Regierungsbezirk Köln“, erklärte der Minister. Polizei und Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen rüsten rund 26.000 Fahrzeuge um und tauschen etwa 80.000 Funkgeräte aus. 110 Leitstellen bei Feuerwehr und Polizei müssen an die neue Technik angepasst werden. 422 Feuerwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werkfeuerwehren, 50 Polizeibehörden und die Hilfsorganisationen sind an dem Projekt beteiligt. Federführend ist das LZPD in Duisburg.

Allein für Nordrhein-Westfalen betragen die zu erwartenden Kosten für den Aufbau und den 15-jährigen Betrieb des Digitalfunks rund 500 Millionen Euro.

QUELLE: http://212.118.197.17/seiten/data/artike...ews.asp?id=5364
rauchtaucher
Gestern habe ich im Radio (RSH) gehört, daß die Landesregierung (Wirtschaftsminister Döring) sagte: Es muß darüber nachgedacht werden, ob man die Bevölkerung nicht dazu aufruft die Firma Motorola zu boykottieren.

Nun bin ich mal gespannt, was denn passiert wenn Motorola bei einer Ausschreibung das Rennen macht.

Hintergrund ist natürlich der massive Stellenabbau in Flensburg, obwohl Zuschüsse in Millionenhöhe geflossen sind.

mkG

Mike
Filter
Super Idee, das. Ihr braucht mich ab sofort nicht mehr anzurufen, denn ich schließe mich diesem Boykott an und gehe nicht mehr ran, wenn mein Handy von Motorola klingelt!
grisu
lol Voll doll!