Das Notarzt-Team für große Unglücke steht

storm
http://www.abendblatt.de/daten/2006/01/12/522127.html
Zitat:

Hamburger Abdenblatt

insatztruppe: 13 Mediziner garantieren schnellere und bessere Versorgung rund um die Uhr. Massenunfälle, Großbrände, Katastrophen: Die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg arbeiten zusammen.

Von Cornelia Büddig

Bad Oldesloe -

Stormarn verbessert den Katastrophenschutz in Kooperation mit dem Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg. Neu ist ein 13köpfiges Team aus Leitenden Notärzten. Sie gewährleisten, daß bei Massenunfällen, Großbränden, schweren Unglücken oder Naturkatastrophen stets ein erfahrener Mediziner im Einsatz ist, der die Versorgung der Verletzten koordiniert. Die Zusammenarbeit ist einmalig in Schleswig-Holstein.

"Ich bin überzeugt, daß eine gute Lösung für die Zukunft geschaffen wurde", meinte der lauenburgische Landrat Gerd Krämer (54) bei der Vorstellung der neuen Einheit im DRK-Zentrum Schwarzenbek. Die beiden Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg starten zum 1. März ihre gemeinsame Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe.

In Stormarn gab es bisher keine Extragruppe Leitender Notärzte, im Nachbarkreis schon. Das neue Team besteht aus sieben Ärzten aus Stormarn und sechs aus dem Lauenburgischen. Es sind Internisten, Anästhesisten, Chirurgen und Allgemeinmediziner mit Zusatzausbildung.

Der Leitende Notarzt hat an einer Unglücksstelle dafür zu sorgen, daß alle Verletzten schnell und optimal versorgt werden. Er kümmert sich nicht selbst um die Patienten - das übernehmen seine Kollegen -, sondern er entscheidet, wie die medizinische Behandlung aussehen soll. Reicht Erste Hilfe oder ist ein Transport ins Krankenhaus oder sogar in eine Spezialklinik nötig? Das ist eine der Fragen, die den Leitenden Notarzt beschäftigt. "Bei schweren Kopfverletzungen ist zum Beispiel unbedingt ein Krankenhaus gefragt, das auch Neurochirurgen beschäftigt", sagte Dr. Arne Peter, Anästhesist im Unfall-Krankenhaus Hamburg-Boberg und Sprecher des Ärzte-Teams. Er ist seit 26 Jahren in der Notfallmedizin tätig.

Außerdem arbeitet der Leitende Notarzt an der Unglücksstelle eng mit dem Leiter des Rettungsdienstes zusammen. Dieser fordert Rettungswagen oder -hubschrauber an. Außerdem klärt er, in welchen Krankenhäusern Betten frei sind.
Die beiden Kreise rechnen mit rund 30 Einsätzen im Jahr.

"Der Einsatz eines Leitenden Notarztes soll verhindern, daß sich das Chaos an der Unglücksstelle auf die Krankenhäuser überträgt", sagt Arne Peter. Nach dem schleswig-holsteinischen Rettungsdienstgesetz sind die Kreise verpflichtet, bei größeren Notfällen eine solche Einsatzleitung zu bilden. In Stormarn soll ein Leitender Notarzt immer dann alarmiert werden, wenn es mehr als vier Verletzte gibt. Einer der 13 Mediziner ist immer einsatzbereit. Die Kreise rechnen mit rund 30 Einsätzen pro Jahr. Laut Gesetz muß der Leitende Notarzt nach spätestens 30 Minuten an der Unglücksstelle sein. Bis dahin übernimmt der Notarzt, der zuerst da ist, die medizinische Einsatzleitung.

Die erste Bewährungsprobe hat ausgerechnet Miriam Tezel, die einzige Frau im Team, hinter sich gebracht. Bei einem Feuer in einem Ratzeburger Mietshaus waren sieben Menschen in Gefahr. Die Internistin, die im Ratzeburger Krankenhaus arbeitet, war nach zehn Minuten am Brandort. "Ich habe mir die fünf Erwachsenen und zwei Kinder angesehen. Aber zum Glück war niemand ernsthaft verletzt", sagte sie.

Markus Hilchenbach (41), der Chef der neuen Rettungsleitstelle in Oldesloe, sieht das Team der Leitenden Notärzte als deutliche Verbesserung. "Das ist ein sinnvolles Instrument für unsere Leitstelle, um in beiden Landkreisen einheitlich und hochwertig arbeiten zu können", sagte er. Man könne sich jetzt noch besser auf schwere Unglücke vorbereiten.

Die Ahrensburgerin Margot Sinning (61, SPD), die Vorsitzende des Gesundheits- und Krankenhaus-Ausschusses in Stormarn, meinte: "Das ist eine Fortführung des kurzen Drahtes und der guten Zusammenarbeit." Ihr Kollege aus Ratzeburg, Norbert Brackmann (51, CDU), ergänzte: "Für die Bürger ist es ein deutlicher Schritt nach vorn."

erschienen am 12. Januar 2006
Matze
na dann wollen wir mal hoffen das die jungs und das mädel nicht all zu oft los müssen
storm
Naja...im letztem Jahr war es recht ruhig, was Einsätze mit >4 Verletzten/Erkrankten angeht.
supra
Dieses Jahr rechnen Sie mit 30 Einsätzen, insgesamt. (Also OD+RZ?!)
Wie viele Einsätze hatten wir denn letztes Jahr mit mehr als vier Betroffenen Personen die nicht alle schon fast im KH waren? Ich glaub es waren so... so eine geringe Zahl...
Und wie schaut es in RZ aus? Gibts da mehr "Dicke Dinger?"

Würde nur gerne mal wissen, wie sich die Zahl 30 zusammensetzt.
Öl-König
Naja ... wenn es endlich mal sowas auch im Kreise gibt, kann man sich jetzt ja auch mal konkrete Gedanken über eine Verletzten Dekon machen ... ist vielleicht im Zuge mit der WM auch relativ sinnvoll Augenzwinkern

Vom Konzept was man da wählt und die Umsätzung.

Ist ja noch ein recht leeres Blatt im Kreis, wenn ich das recht erinnere. Wenn nicht bekomme ich ja fix ne Antwort von Claus Augenzwinkern *hehe*

mkg

Frosty
supra
Zitat:
Original von Öl-König
Naja ... wenn es endlich mal sowas auch im Kreise gibt, kann man sich jetzt ja auch mal konkrete Gedanken über eine Verletzten Dekon machen ... ist vielleicht im Zuge mit der WM auch relativ sinnvoll Augenzwinkern

Vom Konzept was man da wählt und die Umsätzung.

Ist ja noch ein recht leeres Blatt im Kreis, wenn ich das recht erinnere. Wenn nicht bekomme ich ja fix ne Antwort von Claus Augenzwinkern *hehe*

mkg

Frosty


Umsätzung??? e, oder?

Sind ja bis heute noch keine sinnvollen und notwendigen Übung im Bereich Sanitätswesen, bezüglich der WM, gelaufen. Keiner weiß was passieren wird. Mein letzter Kenntnisstand ist der, dass der Betreiber der AOL-Arena, keine Übung wollte. Die Beruffeuer-dingsda- Hamburg hat auch vor den Toren der Arena eine Übung gemacht. Keiner darf rein.

Verletzten-Dekon ist ein echt gutes Thema. Wer denkt heute denn an sowas?
Da müsste ein hammer Konzept auf die Beine gestellt werden. Bzw. wenn sich nicht schon jemand Gedanken gemacht hat. Wer auch immer...

OVER - EASY-READ
Gurke
Tjatja, das große Mysterium WM- bislang haben sie meines Wissens ja nicht mal konkrete Vorstellungen, wer wann Sanitätsdienst macht und ob man nur Hamburger oder doch auch andere zulassen soll...

Achja, und im Übrigen hat sich parallel dazu auch das SEG-System etwas geändert...
Einige( ich glaube 4) der Sanitätsgruppen werden bei >4 Verletzten gemeldet, auch alarmiert- man darf also gespannt sein.
Dotto
Tach!

Supra, was hälst du davon wenn wir für die Diskusion "Vorbereitung des KatS auf die WM" ein neues Thema aufmachen ? Hat ja nicht mehr so viel mit der neuen LNA-Gruppe zu tun oder ? Du als Moderator. . . . . bist du doch für diesen Bereich oder ??
Torben
Zitat:
Original von Dotto
Tach!

Supra, was hälst du davon wenn wir für die Diskusion "Vorbereitung des KatS auf die WM" ein neues Thema aufmachen ? Hat ja nicht mehr so viel mit der neuen LNA-Gruppe zu tun oder ? Du als Moderator. . . . . bist du doch für diesen Bereich oder ??


Find ich gut, bitte umbauen Bischi..
und hier noch ein Link : http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/beho...2006/start.html
storm
Zitat:
Original von Gurke
Tjatja, das große Mysterium WM- bislang haben sie meines Wissens ja nicht mal konkrete Vorstellungen, wer wann Sanitätsdienst macht und ob man nur Hamburger oder doch auch andere zulassen soll...

Achja, und im Übrigen hat sich parallel dazu auch das SEG-System etwas geändert...
Einige( ich glaube 4) der Sanitätsgruppen werden bei >4 Verletzten gemeldet, auch alarmiert- man darf also gespannt sein.


Das neue Konzept ist noch nicht eingeführt. Ich meine aber im Entwurf bei >4 Verletzten nichts von SEG gelesen zu haben....

@WM
Ich denke die WM ist ein neues Thema Wert.

@Öl-König
Ist das Thema DEKON v. Verletzten nicht überall ein "leeres Blatt" ? Oder gibt es da irgendwo ein Konzept? Wenn Ja kannst du ja mal nen Link in das LZ-G Forum stellen smile
Angreifer 93
das ganze ist ja recht cool das wir jetzt mit Lauenburg eine LNA gruppe bilden,aber die 30min kann doch ein LNA garnicht schafen, wenn er von randgebiet Lauenburg nach Nord Stormarn fahren soll.
Dotto
Zitat:
Original von Angreifer 93
das ganze ist ja recht cool das wir jetzt mit Lauenburg eine LNA gruppe bilden,aber die 30min kann doch ein LNA garnicht schafen, wenn er von randgebiet Lauenburg nach Nord Stormarn fahren soll.


Das ist aber nicht weiter schlimm, denn bis der LNA eintrifft übernimmt der zuerst eingetroffene Arzt die LNA Funktion.Und so häufig wird der LNA nicht alarmiert, also kann es auch sein das grad der am dichtesten am Unglücksort Wohnende Dienst hat.

Somit ist die Versorgung und Disposition des Abtransportes zu keiner Zeit gefährdet.
Angreifer 93
aber den muss man doch nicht die 30 min regel beschliesen,
aber das ist ja immer und über all so das irgendwelche leute sachen ausarbeiten die man garnicht einhalten kann.
Dotto
Nun es muß ja einen greifbaren, orientierenden Wert geben.Man kann im Grundsatz davon ausgehen das der LNA spätestens 30 min. nach seiner Alarmiereung am Einsatzort ist. Ebenso kann er nach 3 oder 37 min. Eintreffen.

Und ich persönlich gehe davon aus das die 30 min. in der Regel einhaltbar sind. Ausnahmen gibt es immer, überall!Und das wird auch immer so sein.

Zur Info : früher kam der Diensthabende LNA aus Hamburg wenn wir einen brauchten. . . . . der hat auch die ein oder andere Minute gebraucht.

Einfach nochmal den Artikel lesen!!

Auch die FFW und der RD können ihre Hilfsfristen nie zu 100% einhalten, das geht gar nicht.
Öl-König
Zitat:
Original von storm
Das neue Konzept ist noch nicht eingeführt. Ich meine aber im Entwurf bei >4 Verletzten nichts von SEG gelesen zu haben....

@WM
Ich denke die WM ist ein neues Thema Wert.


Tja, ich finde, da sollten sich die Einheiten auch selbst schon mal den einen oder anderen Kopf drum machen, denn der Fall der Fälle kann schneller kommen als einem lieb ist.

Ich kann nur aus meinen Infos zu NRW reden, dort ist was den Bereich des ABC gedöns angeht noch gar nichts raus, zumindest offiziell. Aber die Gerüchte die es so gibt, lassen viel erahnen.
Und wenn man nun mit der Einstellung ran geht, "Uns trifft das nicht" und eine Woche vor der Wm geht das Anforderungsschreiben ein des Landes ... dann brennt die Heide ... Hier in Wuppertal schon mitbekommen, mit dem Welt Jugend Papst und der ÜMANV Komponente der Städte ... also Vorsicht ...

Zitat:
Original von storm
@Öl-König
Ist das Thema DEKON v. Verletzten nicht überall ein "leeres Blatt" ? Oder gibt es da irgendwo ein Konzept? Wenn Ja kannst du ja mal nen Link in das LZ-G Forum stellen smile


Nein, es gibt wenige aber es gibt Orte die haben es geschafft.
www.abc-gefahren.de da gibbet schon die wichtigsten Links zu den gängigsten Konzepten. Außerdem gibt es auch tolle Bücher zu diesem Thema von Bundesamt für Bevökerungsschutz aus der "Zivilschutzforschung" - Reihe.

Und ich würde diese Thematik nicht so einfach leichtfertig ins LZ-G Forum stellen ... denn euch trifft das, wenn man sich bestimmte Konzepte anguckt, genau so wie die ABC Schützen. Da ist Rede von RettSans und Ärzten unter SCHUTZKLEIDUNg IM GEFAHRENBEREICH ... und so ... also ein großes Thema mit dem sich die Verbandsführer auch mal beschäftigen sollten ... meiner Meinung nach ...

In diesem Sinne

mkg
Frosty
Dotto
Zitat:
Original von Dotto
Tach!

Supra, was hälst du davon wenn wir für die Diskusion "Vorbereitung des KatS auf die WM" ein neues Thema aufmachen ? Hat ja nicht mehr so viel mit der neuen LNA-Gruppe zu tun oder ? Du als Moderator. . . . . bist du doch für diesen Bereich oder ??


@ Öl-König: Du hast ja recht. . . . aber es ist ein neues Thema wert und deshalb. . . laßt uns doch bitte hier über die LNA-Gruppe diskutieren und an anderer Stelle über Verletzten Dekon usw. ! BITTE