99/5/1
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Original von: Dotto:
@ Öl-König: Du hast ja recht. . . . aber es ist ein neues Thema wert und deshalb. . . laßt uns doch bitte hier über die LNA-Gruppe diskutieren und an anderer Stelle über Verletzten Dekon usw. ! BITTE |
Nagut, ich eröffne mal das Thema, auch wenn es sehr schwieriges und komplexes ist.
Frosty hat recht, es gibt Konzepte auf Landkreisebenen, aber halt nur auf Landkreisebenen. Der Bund hat einen Forschungsauftrag erteilt und diesen veröffentlicht, u.a. in der Reihe Zivilschutz-Forschung,
Aufbau und Ablauf der Dekontamination und Notfallversorgung Verletzter bei Zwischenfällen mit chemischen Gefahrstoffen. Ein bundeseinheitliches Konzept ist daraus aber bisher nicht geworden, es ist nur das Ergebnis eines Forschungsauftrages. Oder kennt jemand ein Bundesland, das für diese Lage ein Konzept eingeführt hat.
Auch hat Frosty recht, dass dieses Thema alle angeht, nicht nur die ABC-Abwehr. Vor allem erscheint es ein Thema für den hauptamtlichen Rettungsdienst und der örtlichen Feuerwehr zu sein, denn die kontaminierten Verletzten werden kaum auf die SEG und den LZ-G warten wollen. Es müssen ja nicht gleich 20, 30 oder mehr Personen betroffen sein, eine reicht da ja schon.
Weitere Links zu diesem Thema:
HIER
Ich habe mich mit der Thematik zwar beschäftigt, aber bisher habe ich nicht die Initiative übernommen, für den Kreis Stormarn ein Konzept zu erarbeiten. Für den Kreis Stormarn gibt es kein Konzept. Da sind wir aber sicherlich in bester Gesellschaft.
Dotto
Ich denke auch das dieses Thema sehr komplex und schwierig ist. Für den mir bekannten RD bereich kann ich nur soviel Sagen :
Wie mit kontaminierten Verletzten umzugehen ist, welche Dekontaminationsmöglichkeiten (man was für ein Wort

)es gibt, in welchem Zeitrahmen diese Verfügbar oder durchführbar sind ist kaum einem bekannt. In der Ausbildung zum RA wird auch dieses Thema sehr sehr knapp bis garnicht behandelt.
das große Aber :
es trifft uns schneller als wir denken und wir sind kaum oder gar nicht darauf vorbereitet. Es gibt anscheinend kein Konzept.Und das obwohl ein Szenario mit kontaminierten Verletzten bereits 2000/2001 mit dem Milzbrand denkbar gewesen wäre und nicht erst zur WM.
Da sollte man (wir) wohl mal in die Puschen kommen !!!
99/5/1
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Orginal von Dotto:
Und das obwohl ein Szenario mit kontaminierten Verletzten bereits 2000/2001 mit dem Milzbrand denkbar gewesen wäre und nicht erst zur WM. |
Milzbrand ist aber eine biologische Lage, also beim Rettungsdienst / Sanitätsdienst ein Transport von ansteckenden Menschen. Dies ist nun wirklich ein Rettungsdienstthema! Die Desinfektion = Dekontamination bei einer B-Lage von Patienten mit ansteckenden Krankheiten bringt nichts. Oder bin ich da falsch gewickelt?
Unter der Überschrift "Dekontamination von verletzten Personen" verstehe ich mehr die Kontamination der verletzten Person mit atomaren oder chemischen Stoffen und wie gehe ich damit um.
Dotto

nee, du bist richtig gewickelt! Ich bin falsch gewickelt. Erst zuende Denken, dann schreiben. . . .
Aber danke für die Richtigstellung !
Öl-König
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Original von 99/5/1
Oder kennt jemand ein Bundesland, das für diese Lage ein Konzept eingeführt hat.
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Wenn ich mich jetzt nicht irre, ist doch das Konzept von Hr. Schneider (ASB Bremen (?)), doch umgesetzt, oder ?
Anonsten glaube ich ist es schwach geseet. Ich weis nur, das die BF Wuppertal momentan an einem durchgängigen Konzept arbeitet, das diese Problematik beinhaltet.
Gerüchteweise hört man, dass der Bund auch ein passendes Konzept zur WM herausgeben wird.
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Original von 99/5/1
Auch hat Frosty recht, dass dieses Thema alle angeht, nicht nur die ABC-Abwehr. Vor allem erscheint es ein Thema für den hauptamtlichen Rettungsdienst und der örtlichen Feuerwehr zu sein, denn die kontaminierten Verletzten werden kaum auf die SEG und den LZ-G warten wollen. Es müssen ja nicht gleich 20, 30 oder mehr Personen betroffen sein, eine reicht da ja schon.
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Richtig. Also auch große Städte wie Hannover haben da kein wirkungsvolles Konzept. Auf der letzten vfdb Jahrestagung hat der Amtsleiter gesagt, wenn er kontaminierte Verletzte (gehfähig) haben wird und es sehr sehr viele wären, würde er sie durch den See schwimmen lassen. War natürlich nur ein Gag seinerseits, zeigt aber auch einen gewissen Stand.
Andere Feuerwehren lösen das ganze ein wenig prakmatischer, siehe Fw Hamburg. Die LF Methode, also das dekontaminieren von gehfähig, konatminierter Verletzter mit Hilfe von Hohlstrahlrohren ist natürlich ein grober Ansatz, um einen gewissen Massenstrom zu versorgen. Z.B. bei der Wm geht man von ca. 1200 Betroffenen aus,also von der Auslegung der Konzepte her, ist eine Vorgabe der Fifa.
Ist aber alles sicherlich für den Alltag nicht anwendbar. Dort müssen andere kleinere und effektivere Konzepte her, denn wenn jemand nicht dekonatminiert in ein Krankenhaus kommt und keiner weis bescheid, dann wird es richtig lustig.
Aber zu der ganzen Problematik gibt es ja auch schon Ansätze in dem Entwurf der neuen vfdb RL 10/04 (?), wenn ich mich nicht irre. Dort wird auf einige wichtige Punkte kurz eingegangen.
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Original von 99/5/1
Ich habe mich mit der Thematik zwar beschäftigt, aber bisher habe ich nicht die Initiative übernommen, für den Kreis Stormarn ein Konzept zu erarbeiten. Für den Kreis Stormarn gibt es kein Konzept. Da sind wir aber sicherlich in bester Gesellschaft. |
Vielleicht musst du dich ja auch nicht damit beschäftigen. Es gibt doch Studenten

Also wenn man klug ist und einwenig Geld (Studenten sind ja nicht teuer

) über hat, kannman sowas als Diplom-/Bachelor-/Master - Arbeit erledigen lassen. Dies sei allgemein vielleicht einmal ein hinweis auf Möglichkeiten, nicht nur für dieses Themengebiet. *Soll jetzt nicht der Versuch sein hier eine Arbeit abzugreifen, bin schon vergeben*
Aber ein Komilitone wird im Winter zu dieser Thematik seine Abschlussarbeit für die LFS Koblenz bzw RLP schreiben.
Also auf der Schiene kann man auch noch Erfahrungen erhalten. Für die Zukunft auch naheliegend, mit dem Fachlich optimalen Studiengang vor der Tür ("Rescue Engineering" s. Aktuelle Meldungen der BF HH).
In diesem Sinne
mkg
Frosty
99/5/1
Na Frosty, dass lässt ja hoffen.
Du wirst sicherlich deinen alten Zugführer nicht hängen lassen und uns für Stormarn immer die aktuellsten Konzepte und Informationen zukommen lassen, oder?
Das Konzept vom ASB Bremen erscheint mir ein ASB Konzept zu sein, die Überschrift lautet da auch: Einsatzkonzept für den Rettungs- und Sanitätsbereich. Mit ist nicht so ganz klar, ob der ASB dies für sich umgesezt hat oder ob es sich um ein Fachdienst- und Organisationsübergreifendes Konzept handelt.
Mir ist bekannt, dass der ASB dieses Thema in Ihren Seminaren thematisiert.
Ein erster Schritt ist die ABC Ausbildung aller Fachdienste. Um ein Konzept umsetzten zu können, müssen alle Grundkenntnisse zu dieser Thematik haben. Der Bund hat vor vielen Jahren (Anfang der 90er Jahre) die Ausbildung zum ABC-Helfer aller Fachdienste eingestellt. Der Kreisfeuerwehrverband Stormarn hat diese Ausbildung bis 2004 im Rahmen des ABC-Grundlehrganges allen Fachdiensten angeboten.
Wir diskutieren und prüfen gerade, ob wir auf Basis des Curriculum "Standartisierte ABC Grundausbildung" , siehe
Zeitschrift Bevölkerungsschutz 02/2005 Seite 21 ff, die Ausbildung im KFV-Stormarn wieder durchführen. Somit wäre doch ein erster wichtiger Schritt getan.
Und da wir lückenlos in Stormarn die ABC Ausbildung für alle Helfer im Katastrophenschutz bis 2004 angeboten haben sollten unsere Defizite kleiner sein als in den anderen Kreisen.
Öl-König
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Original von 99/5/1
Na Frosty, dass lässt ja hoffen.
Du wirst sicherlich deinen alten Zugführer nicht hängen lassen und uns für Stormarn immer die aktuellsten Konzepte und Informationen zukommen lassen, oder?
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Darüber lässt sich reden ... *hehe*
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Original von 99/5/1
Das Konzept vom ASB Bremen erscheint mir ein ASB Konzept zu sein, die Überschrift lautet da auch: Einsatzkonzept für den Rettungs- und Sanitätsbereich. Mit ist nicht so ganz klar, ob der ASB dies für sich umgesezt hat oder ob es sich um ein Fachdienst- und Organisationsübergreifendes Konzept handelt.
Mir ist bekannt, dass der ASB dieses Thema in Ihren Seminaren thematisiert.
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Also soweit ich es mitbekommen habe, sollen wohl wirklich eine SEG-GSG besitzen im Raum Bremen, die mit dem GSG Zug ausrückt, wenn es um Verletzte geht. Istn atürlichein gewisser mehr Aufwand. Aber wenn man das Personal dazu hat und es auch entsprechend qualifiziert ist, ist das natürllich schon enorm und Weg weisend.
Ich persönlichhalte dieses Konzept noch am ehesten machbar, von denen die so auf dem gängigen Markt koursieren. Andere Konzepte brauchen ja teilweise über 300 Mann und sau viele CSA Träger und und und ... solche Konzepte sind einwenig weg vom Ziel. Ok, man müsste jetzt sagen wo man hin will ... aber ein Konzept für den Alltag sollte anders aus sehen.
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Original von 99/5/1
Wir diskutieren und prüfen gerade, ob wir auf Basis des Curriculum "Standartisierte ABC Grundausbildung" , siehe Zeitschrift Bevölkerungsschutz 02/2005 Seite 21 ff, die Ausbildung im KFV-Stormarn wieder durchführen. Somit wäre doch ein erster wichtiger Schritt getan.
Und da wir lückenlos in Stormarn die ABC Ausbildung für alle Helfer im Katastrophenschutz bis 2004 angeboten haben sollten unsere Defizite kleiner sein als in den anderen Kreisen. |
Leider funktioniert der Link irgendwie nicht. Muss ich morgen mal in die Bevölkerungsschutz gucken, und mal stöbern, anwas man sich da so orientierenmöchte.
Wir haben hier in Wuppertal angefangen die laufende Ausbildung nach den RL der FwDV 2/2 auszurichten und den Lehrgängen Dekon P+G, Erkundung, Einsatz.
Ausbilder dafür haben wir selbst. "Alte" ABC Schützen, noch von der "alten" Garde

Kennste ja Claus, nech

*hehe* Und Leute die sich durch ihre Studieninhalte für
spezielle Themen qualifizieren. In anderen Einheiten wird auf der GSG Schiene auch kaum etwas gemacht. Wir stärken momentan aber unsere gutenBeziehungen zum THW, da die Jungs bei der Vogelgrippe für die 4te Dekonstation im Plan stehen.
Mir stellt sich nur die Frage, reicht ein Angebot ? Nur das Angebot garantiert mir doch nochnicht das meine HiOrgs auch die Themen können. Also fehlt es hier auch an einer gewissen Überzeugung der Einheitsführer diese Themen ernst zu nehmen, und sie in den Ausbildungsplan einzubauen.
Denke auch, das die nicht den kompletten Lehrgang ABC Einsatz brauchen, sondern vielleicht einwenig abgespeckter, eher auf deren Aufgaben bezogen.
Damit würde man denen den Schritt in die ABC Thematik vielleicht erleichtern.
Soweit erstmal
Frosty
Öl-König
Zurück zum Thema "Dekon V".
Dazu sind in der aktuellen Sonderausgabe der "Bevölkerungsschutz" ein oder zwei interessante Artikel zu finden.
Das Thema "Grundausbildung ABC nach Curriculum des SKK" istnatürlich schon recht nett.
Also ich denke, es gäbe da zwei möglichkeiten.
Zum einen kann man diese Themen/Ausbildung in den Lehrgang ABC-Einsatz integrieren und somit 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Natürlich wird dadurch der Lehrgang noch weiter aufgeblasen, aber es lassen sich doch eventuell resourcen sparen und die Grundausbildung auch wirklich auch ein Level stellen und nicht die einen mit dem Bundes-Standard ausbilden lassen und die anderen mit dem Feuerwehr-Standard,
oder sogar das geliche paralell.
Eine andere Möglichkeit wäre bestimmt das Angebot eines extra Lehrganges nach den geforderten Kriterien. Wenn man das alles in einen extra Lehrgang steckt muss man ggf. das vorhandene ABC Personal nachschulen. Denn es gibt in der "Standartisierten ABC Ausbildung" doch neue Aspekte die beachtet werden, und die in anbetracht von großen Lagen doch mal nützlich werden könnten (Unterweisung der Bevölkerung, etc)
Nur wo und wer bildet aus? Hat schon jemand den Multiplikatoren Lehrgang besucht?
99/5/1
Die Ausbildung der Feuerwehrleute sollte sicherlich innerhalb des Lehrganges ABC-Einsatz erfolgen, die wesentlichsten Dinge sind auch schon Inhalt dieses Lehrganges. Die Mitglieder des LZ-G besuchen dann ja auch noch die Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Erkundung und Dekon. In diesem Bereich ist die Ausbildung also organisiert, sie muss nur besucht werden. Dabei hapert es im Moment etwas.
Aber auch die Brandschutzbereitschaften müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Da habe ich aber keinen Einblick.
Spannender wird es für die Hilfsorganisationen und dem THW. Sicherlich sollten die einen gesonderten Lehrgang nach dem Curriculum besuchen, da der Lehrgang ABC-Einsatz zu umfangreich ist. Es sind aber noch sehr wichtige Fragen offen. Wie sieht es mit der Untersuchung nach G 26 Teil 2 (wegen Partikelfilter P3) aus, welche Ausbildung muss zum Tragen von Vollmaske und Filter erfolgen (nach FwDV 7?).
In Stormarn diskutieren wir darüber, dass wir diesen Ausbildungsgang beim Kreisfeuerwehrverband anbieten, aber die Fragen müssen erst geklärt sein.
99/5/1
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat ein Sonderheft zum Thema Dekontamination Verletzter herausgegeben.
Download:
Hier
99/5/1
Das Land Schleswig-Holstein hat jetzt eine Rahmenempfehlung zum Thema "Planung von Notfallstationen für C-Lagen" an die Kreise zur Stellungnahme herausgegeben.
Da aus meiner Sicht hier noch sehr viel Nachbesserungsbedraf besteht, lohnt es nicht, sich damit im Moment weiter zu beschäftigen. Ich habe meine Stellungnahme dazu abgegeben.
Aber schon bemerkenswert, wie so eine Fußball-WM solche Dinge in Bewegung bringen, nur halt leider als Schnellschuss. Aber so kann keiner sagen, man hätte nicht gemacht. Aber ich will mich darüber nicht weiter aufregen ....
Eins noch, andere Bundesländer führen schon Großübungen durch, wir in SH scheinen so gut zu sein, dass wir sowas nicht üben müssen, oder?
Öl-König
Nunja.
Ich weis bis jetzt nur von den Großenübungen in den Austraguungsorten. Von anderen größeren Übungen habe ich bislang nichts mitbekommen.
Aber wäre aufjedenfall mal eine interessante Sache. Son MANV100 oder so ... mit ner passenden Lage, und einer kritischen Beurteilung zum Schluss könnte einiges Helfen.
Denn Auch wenn Hamburg ein anderes Bundesland ist und sich deshlab vielleicht sträubt sich Einheiten aus dem Nachbarland zu holen, können Einheiten aus dem Umland schneller in HH stehen als man denkt.
Auch die ABC Einheiten sollten da nicht schlafen.
Z.B. wir in Wuppertal, werden jetzt nun ganz konkret mit unseren MANVB aus Wuppertal eingesetzt werden und das bei einem Spiel in Dortmund vorm Stadion. Heißt für uns kompletter 2 strangiger Aufbaue der DekonAnlage vor dem Behandlungsplatz.
Ist so nach der Empfehlung des Bundes (s. Sonderausganbe Bevölkerungsschutz) nachgeregelt worden. 2 Dekon P Einheiten pro BHP 50. Quasi eine DEKON V 50
Ich schätze wir werden noch mehr Einsätze dafür bekommen, weil es auch nicht so viele fähige Einheiten gibt. Viele schlafen halt ein.
storm
| Zitat: |
Original von Öl-König
...., und einer kritischen Beurteilung zum Schluss könnte einiges Helfen.
.... |
Wieso kritisch? Ist doch immer alles super gelaufen...
Das ist ein großes Problem bei Übungen....oft wird die Warheit nicht ausgesprochen
Öl-König
Nochmal ein kleiner Nachschlag zum Thema.
Heute habe ich einen Vortrag von Dr. Müller (MHD Krefeld) hören dürfen, der über die Problematik der Ausbildung und der Konzeption zu diesem Thema (DekonV) etwas erzählt hat.
Er selbst ist NA, LNA und hat noch so 2-3 Fachgebiete in der Medizin (konte ich mir nicht merken), hat auch, was viel interessanter ist, in den USA einen Lehrgang besucht, in dem die Problematik gezielt behandelt wurde.
Dort wurden genau auf diese Problematik der DekkonV Ärzte ausgebildet.
In seinem Vortrag ging es weniger um die Problematik des Konzeptes, da favourisiert er halt das gelernte aus den USA, sondern eher um die Problematik auf dem geniet der Ausbildung, hier ganz stark auf dem Rettungsdienstsektor.
Er hat mal einen kleinen Einblick gewährt in die Ausbildung eines Arztes zum Thema ABC. Diese ist sehr sehr niedrig, selbst nach neuesten Musterausbildungsplan für die "FDachkunde Rettungsdienst" (2006). Ich war erschrocken wie wenig NA's wissen über diese Gefahren.
Selbst durfte ich dieses erleben, als unsere EInheit die BF bei einer praktsichen Übung für angehende NA's mit einer ABC Lage konfrontierten mit 3 kontaminierten Verletzten.
Ich hoffe das ich nie in solch eine Lage kommen werde. Es hätte keine Person überlebt und das bei ca. 6 NA Gruppendie wir da hatten. Hat mich echt erstaunt.
Als Fazit hat er darum gebeten das man bei Planungen und der Ausbildung denRettungsdienst unbedingt nicht vergessen sollte. Und das ein Konzept für eine DekonV unbedingt notwenidig ist. Wirkliche Lösungen sind nur angeschnitten wurden. Wie man halt weis gibt es dazu halt nur "Insellösungen", in der sich halt die Fw Krefeld nun eiungereiht hat. Sie haben halt nun eine SEG ABC aufgebaut. Also eine Rettungsdienst SEG für ABC Lagen, die eine Dekon V betreiben können, zumidnest was eine mezinische Versorgung angeht. Dazu gehören auch 7 NAte die G26.3 tauglich sind.
Also, es gibt auf dem Gebiet schon Lösungenbzw. Wege. Nur diese müssen alle gehen wollen
Frosty
99/5/1
Ich greife dieses Thema noch einmal aus aktuellem Anlass auf.
Bei dem Einsatz in Barbüttel gab es ja kontaminierte verletzte Personen. Die Kontamination wurde in den RTW verschleppt. Wir vom LZ-G haben diesen RTW in der Nacht nach dem Einsatz wieder dekontaminieren dürfen.
Ich hoffe, dass dies in Stormarn zum Anlass genommen wird, dieses Thema aufzugreifen. Meine Mitarbeit habe ich ja bereits zugesagt.
Und es geht im ersten Ansatz nicht um dutzende Verletzte, wir sollten zunächst mal von einer kleinen Anzahl von Betroffenen ausgehen, für eine größere Anzahl wird gerade was auf Bundesebene vorbereitet, wenn ich da so richtig informiert bin.
Öl-König
| Zitat: |
Original von 99/5/1
Bei dem Einsatz in Barbüttel gab es ja kontaminierte verletzte Personen. Die Kontamination wurde in den RTW verschleppt. Wir vom LZ-G haben diesen RTW in der Nacht nach dem Einsatz wieder dekontaminieren dürfen. |
Also ich weis das z.B. München auf den RTW's Einwege-Anzüge (Tyveks) mit allem zusätzlichen Equitment vorhält um ggf. ddas Personal bei einem solchen Fall zu schützen. Nur muss man auch wissen, das diese RTW's nicht im Tagesbetrieb eingesetzt werden, sondern nur dafür da sind Spitzen abzudekcne und bei dem LZ mitzufahren.
In Wuppertal z-B. gibt es dafür auch kein passendes Konzept. Angebllich bemüht sich die BF derzeit um ein selbiges. Was aber wohl noch auf sich warten lässt.
Aber eine gewisse Grundausstattung auf den RTW's, gepaart mit einer gewissen Grundausbildung (-Lehrgang) im ABC Bereich wäre für das RD Personal (auch NA's!) unbedingt wichtig. Wenn es nicht vielleicht auch gleich eine Art Fortbildung geben sollte für Pol und sonstige Enstcheidungsträger, die früh vor Ort sein können bei einem solchen Fall. Dadurch würde man die Leute sensibilisieren und ggf. Kontaminierte Polizisten, RD Personal und dadurch eine Verschelppung vermeiden. [Haben in Wuppertal schon bei 2 Einsätzen eine Verschleppung durch POL erfahren müssen. Einmal war es Quecksilber an Schuhen, und das andere mal ein Ethylaxetat oderso.]
| Zitat: |
Original von 99/5/1
Und es geht im ersten Ansatz nicht um dutzende Verletzte, wir sollten zunächst mal von einer kleinen Anzahl von Betroffenen ausgehen, für eine größere Anzahl wird gerade was auf Bundesebene vorbereitet, wenn ich da so richtig informiert bin. |
Habe so etwas in die Richtung auch von dem einen oder anderem Vogel vernommen. Es sollen da wohl auch Geräte mitausgeliefert werden. Man sagt was von neuen Dekon P/G Fahrzeugen, ähnlich denen die schon ausgeliefert wurden. Sind auch besser durchdacht, als die jetzigen, was nur zu hoffen ist
Sollen auch einpaar nette features besitzen ... mal gucken ... wenn es denn alles von den Ländern so angenommen wird ...
99/5/1
Zu diesem Thema gibt es vom Bund eine neue Veröffentlichung:
BBK
Öl-König
Ich würde mal sagen, dass das "Taktische Ablaufschema" alles sagend ist.
Es wird mehr Aufgaben, mehr Technik und vor allem mehr Ausbildungsaufwand geben.
Ausbildung muss auch sehr stark bei den betroffenen Einheiten geben, und das dringend. Denke das hat gerade auch der Einsatz in Barsbüttel mal wieder gezeigt.
Nur ist es schade, dass für diese "extra" Aufgabe kaum bzw gar keine Unterstützung von oben kommt. (Kann in OD anders sein *grins*)
Ich höre von vielen IEnheiten das sie ihre DekonPs mit zusätzlicher Ausstattung selbst ausstatten um einen eventuellen Fall abdecken zu können.
Aber vielleicht tut sich da ja was im laufe der Zeit ...
Xraywilli
Ist der Rettungsdienst eigentlich über die Problematiken im Umgang mit Kontamination geschult ? Diese Kameraden hier sind wahrscheinlich zukünftig vorsichtiger:
( Quelle HL-Live.de )
14.11.2006
Breitenfelde: LKW-Fahrer mit Verdacht auf Formaldehydvergiftung
Der Fahrer einer Zugmaschine mit Tankauflieger musste in Breitenfelde, B 207/ L 200, plötzlich anhalten, weil ihm schlecht wurde. Der Grund dafür war, dass der 50jährige Mann aus Feldberg heute im Laufe des Tages bei einem Spanplattenwerk in Wismar den Inhalt seines Tanks entladen hatte.
Während dieses Vorgangs war etwas von der giftigen Lösung auf seine Kleidung gekommen. Der 50jährige fuhr mit der beschmutzten Kleidung und dem leeren Tankauflieger weiter. In der Ortschaft Breitenfelde wurde ihm von den Ausdünstungen der Lösung so schlecht, dass er gegen 13.54 Uhr den Rettungsdienst verständigen musste. Die Besatzung des Rettungswagens aus Elmenhorst nahm den 50jährigen mit, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Auf dem Weg dorthin, in der Ortschaft Schmilau/ Höhe Bockhop, mussten die Rettungskräfte halten, weil ihnen ebenfalls schlecht wurde und Kopfschmerzen bekamen. Die Freiwillige Feuerwehr Breitenfelde rückte zusammen mit dem Löschzug Gefahrgut Nord (aus Elmenhorst) an. Der Lkw- Fahrer und die beiden Rettungskräfte wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Rettungskräfte wurde bereits wieder entlassen - der andere wird zurzeit noch dort durchgecheckt. Der 50jährige Lkw- Fahrer verbleibt erst einmal zur Beobachtung stationär im Krankenhaus.
Weiterhin wurden sieben Streifenwagenbesatzungen eingesetzt. Ab 14.20 Uhr wurde die L 200, Ortseingang Breitenfelde- von Borstorf aus gesehen- gesperrt. Gegen 14.50 Uhr wurde die Sperrung, nachdem der Löschzug Gefahrgut Nord Entwarnung gegeben hatte, wieder aufgehoben. Aus dem Tankauflieger war nichts ausgelaufen- es bestand keine Gefahr für die Umwelt. (Formaldehydlösung Kurzinfo: zur Herstellung von Kunststoffen, Vulkanisationsbeschleunigern, Küpenfärberei- flüssig, farblos- stechend scharfer Geruch- starke Gesundheitsgefährdung beim Einatmen, giftig, brennbar, flüssig, reaktionsfähig)
99/5/1
Wenn die Rettungsassis beim Eintreffen an der Einsatzstelle von dem Gefahrstoff wussten, dann muss der Betroffene dekontaminiert (mindestens komplett entkleiden) werden, bevor er in den RTW verbracht wird. Hier haben wir einen klassischen Fall einer Kontaminationsverchleppung (mal wieder). Handwerklicher Fehler.
Ich kann meinen Appell nur wiederholen: Hier muss ein Konzept auf den Tisch, gibt es es Stormarn aber auch nicht (siehe Einsatz Barsbüttel).